Nach der deutlichen 0:5-Niederlage gegen den FC Bayern München äußerte St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann sein Unverständnis über die hohe Klatsche, die durch zahlreiche individuelle Fehler seiner Mannschaft begünstigt wurde. Aktuell hat das Team ein nur geringfügig besseres Torverhältnis als der VfL Wolfsburg, was in der entscheidenden Phase der Saison alarmierend ist.
Geschenke an den Gegner
In einem Gespräch mit Sky betonte Bornemann, dass die Mannschaft unnötige Geschenke an den Gegner verteilt habe. „Es ist keine Schande, gegen Bayern München zu verlieren, aber die Höhe ist völlig unnötig“, so der Sportchef. Die Defensivstärke und Kompaktheit, auf die St. Pauli sonst setzt, waren in diesem Spiel nicht vorhanden. „Wir haben nicht nur keine Punkte geholt, sondern auch wichtige Tore verschenkt“, erklärte Bornemann weiter. Die Tordifferenz könnte in der Endphase der Saison entscheidend sein, und jedes Tor zählt.
Eindeutige Fehler als Wendepunkt
Bei genauerer Betrachtung der Partie zeigt sich, dass mindestens drei der fünf Gegentore auf Abspielfehler und Leichtfertigkeiten von Spielern wie Karol Mets, Joel Chima Fujita und Hauke Wahl zurückzuführen sind. Diese Fehler wurden von den Bayern eiskalt ausgenutzt, um ihren eigenen Bundesliga-Torrekord weiter auszubauen. Bornemann kann sich nicht erklären, warum die Mannschaft in diesem Spiel so fahrlässig mit den Chancen des Gegners umging. „Gegen Bayern München ist das natürlich doppelt bitter“, sagte der Sportchef.
Wichtige Spiele stehen bevor
Angesichts der bevorstehenden entscheidenden Spiele muss sich die Mannschaft schnell von dieser Klatsche erholen. Am kommenden Freitag steht ein Abstiegskrimi gegen den 1. FC Köln auf dem Programm. Ein Lichtblick für St. Pauli ist, dass sie nicht die einzigen sind, die zu Hause gegen Bayern so hoch verloren haben. Auch der VfB Stuttgart musste kürzlich eine ähnliche Niederlage hinnehmen und fand anschließend zurück in die Spur. Bornemann hofft, dass seine Spieler aus dieser Erfahrung lernen und die richtige Reaktion zeigen werden.