Timo Schultz: Ein bewusster Schritt zurück
Timo Schultz hat den VfL Osnabrück nicht nur in die 2. Bundesliga zurückgeführt, sondern seine erste Saison gleich mit der Meisterschaft in der 3. Liga gekrönt. Der 48-Jährige beschreibt seinen Wechsel zu Osnabrück als einen bewussten Rückschritt in ein Umfeld, in dem er sich von Anfang an voll einbringen wollte. In einem Interview mit dem „DFB“ erklärt er, dass er es vorgezogen habe, nicht als kurzfristiger „Feuerwehrmann“ zu agieren, sondern in einem stabilen Setting zu arbeiten. Der schnelle Aufstieg, ursprünglich für zwei Jahre angedacht, erfüllt ihn mit großer Freude.
Defensive Stabilität als Schlüssel zum Erfolg
Schultz legt großen Wert auf die defensive Ordnung, die seine Mannschaft von Beginn an zeigte. Mit 19 Spielen ohne Gegentor hat das Team eine beeindruckende Stabilität bewiesen, die das Fundament für den späteren Erfolg bildete. Zunächst tat sich die Mannschaft schwer, Chancen zu kreieren, doch im Laufe der Saison entwickelte sich Osnabrück zu einem der offensivstärksten Teams der Liga. Schultz hebt hervor, dass diese Entwicklung das Ergebnis eines stetigen Prozesses war.
Klare Ansagen und ungebrochene Überzeugung
Ein entscheidender Moment der Saison fand nicht auf dem Platz, sondern in der Kommunikation statt. Anfang Februar gab Schultz die 2. Bundesliga als Ziel aus und schuf damit ein klares Signal für Mannschaft und Umfeld. Diese Ansage erwies sich als richtungsweisend, denn der VfL gewann von zwölf Spielen bis zum Aufstieg zehn. Obwohl Schultz seine Erwartungen nicht überbewerten möchte, spürte das Team bereits zur Winterpause, dass der Aufstieg möglich war.
Ein Erfolg für das gesamte Team
Die Auszeichnung als Trainer der Saison nimmt Schultz mit Freude an, sieht sie jedoch nicht als individuelle Leistung. Er hebt hervor, dass Trainererfolg nie nur einer Person zugeschrieben werden kann. Der Kader, das Trainerteam und das gesamte Umfeld hätten maßgeblich zum Erfolg beigetragen. Besonders wichtig war Schultz, dass alle gerne zum Training kamen und konzentriert arbeiteten. Die Stabilität und der Erfolg des VfL Osnabrück in dieser Saison sind auch das Ergebnis eines starken Vertrauensverhältnisses zur sportlichen Führung.
