Paukenschlag bei Lok Leipzig
Einen Tag nach der bitteren 1:2-Niederlage im Aufstiegsrückspiel gegen die Würzburger Kickers hat Trainer Jochen Seitz überraschend seinen Rücktritt erklärt. Trotz eines bis 2028 laufenden Vertrags informierte der 48-Jährige am Vormittag sowohl die Geschäftsführung als auch die Mannschaft über seine Entscheidung. Dies kommt für viele Beobachter überraschend, da Seitz den Klub in den letzten beiden Jahren zu Meisterschaften in der Regionalliga Nordost führte.
Gründe für den Rücktritt unklar
Bislang äußerte sich Seitz nicht zu den Gründen seines Rückzugs. Der Verein kündigte an, dass er in den kommenden Tagen über die vereinseigenen Medien ausführlicher Stellung beziehen wird. Zudem ist für Mittwoch eine Pressekonferenz geplant, bei der die Verantwortlichen des 1. FC Lokomotive Leipzig über die Situation informieren wollen. Seitz wird an dieser Pressekonferenz nicht teilnehmen, was Fragen aufwirft.
Erfolgreiche Bilanz und menschliche Werte
In einer offiziellen Mitteilung würdigte der Verein die Arbeit des scheidenden Trainers. Seitz prägte den Klub mit Einsatz, Professionalität und Akribie. Besonders die beiden Regionalliga-Meisterschaften und der Gewinn des Sachsenpokals 2025 wurden hervorgehoben. Der Verein dankte Seitz auch für seine menschliche Art, die ihn zu einem geschätzten Ansprechpartner innerhalb des Klubs machte.
Statistik und Nachfolgefrage
Insgesamt stand Jochen Seitz in 82 Partien an der Seitenlinie von Lok Leipzig, wo er 54 Siege, 11 Unentschieden und nur 17 Niederlagen erzielte. Sein Punkteschnitt von 2,11 spiegelt seine erfolgreiche Arbeit wider. Wer nun die Nachfolge des Trainers antreten wird und den nächsten Anlauf in Richtung 3. Liga leiten kann, bleibt vorerst ungewiss.
