TSV 1860 München setzt auf rechtliche Schritte
Der TSV 1860 München steht vor einer entscheidenden Phase im Kampf um den Verbleib in der 3. Liga. Laut Berichten der "Bild" hat der Traditionsverein fristgerecht Beschwerde gegen den Entzug der Drittliga-Lizenz eingelegt. Damit haben die Löwen den letzten verfügbaren Rechtsweg beschritten, um ihre Chance auf die Teilnahme an der kommenden Saison zu wahren.
Einspruch beim DFB eingereicht
Der Einspruch wurde in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingereicht, kurz bevor die Frist am Donnerstag um 23:59 Uhr ablief. Nun liegt es am DFB-Bundesgericht, den Fall zu prüfen und eine mündliche Verhandlung anzusetzen. Im Mittelpunkt der Verhandlung steht die Frage, ob der von Investor Hasan Ismaik bereitgestellte Liquiditätsnachweis von rund 2,3 Millionen Euro, der bereits Anfang Juni auf einem deutschen Konto bereitgestanden haben soll, noch Berücksichtigung finden kann.
Geringe Erfolgsaussichten für die Beschwerde
Die Erfolgsaussichten für den Einspruch scheinen jedoch gering. Der DFB hatte die Lizenz verweigert, da der erforderliche Liquiditätsnachweis nicht fristgerecht vorgelegt wurde. Die Tatsache, dass die Mittel laut Investor bereits verfügbar waren, dürfte nicht entscheidend sein. Die Fristenregelung des Verbands hat vor allem Vorrang, was auch die möglichen weiteren juristischen Instanzen betreffen könnte.
Konflikt mit Investor Hasan Ismaik bleibt bestehen
Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens bleibt der Konflikt zwischen dem Verein und Investor Hasan Ismaik angespannt. Nach der Kündigung des Kooperationsvertrags, der die Zusammenarbeit zwischen dem e.V. und der KGaA regelt, stehen die Zeichen auf Konfrontation. Parallel zu den rechtlichen Schritten zur Drittliga-Zulassung verhandeln die beiden Parteien über einen möglichen Rückkauf der Ismaik-Anteile.
Zukunft des Vereins in der Schwebe
Die Vorbereitungen für einen möglichen Neustart in der Regionalliga laufen unterdessen weiter. Auf einer Mitgliederversammlung am Sonntag steht eine Abstimmung über die Gründung einer neuen Gesellschaft an, die den Spielbetrieb organisieren könnte. Eine Dreiviertelmehrheit der Mitglieder ist hierfür erforderlich, sodass die Zukunft des TSV 1860 München weiterhin in der Schwebe bleibt. Während das Team auf juristischer Ebene um den Verbleib in der Drittliga kämpft, arbeiten die Verantwortlichen gleichzeitig an den Planungen für die vierte Liga.
