TSV Havelse: Abstieg in die Regionalliga nach turbulenter Saison
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TSV Havelse: Abstieg in die Regionalliga nach turbulenter Saison

Dirk Journalist
TSV Havelse: Abstieg in die Regionalliga nach turbulenter Saison

Abstieg besiegelt: Der TSV Havelse muss wieder runter

Nach der klaren 0:4-Niederlage gegen den SC Verl ist der Abstieg des TSV Havelse in die Regionalliga nun offiziell. Mit einem Rückstand von acht Punkten auf den rettenden 16. Platz und nur noch zwei verbleibenden Spieltagen ist der Klassenerhalt für die Niedersachsen nicht mehr erreichbar. Damit kehrt der Verein nach nur einem Jahr wieder in die vierte Liga zurück.

Schwieriger Saisonstart und durchwachsene Leistungen

Der TSV Havelse, der vor fünf Jahren erstmals in die 3. Liga aufstieg, konnte in dieser Saison nur 23 Punkte aus 38 Spielen sammeln. Der Start in die Spielzeit war katastrophal: In den ersten 14 Begegnungen blieb die Mannschaft sieglos, was in der Geschichte der 3. Liga einmalig ist. Trotz eines späten Aufschwungs, der mit dem ersten Sieg Mitte November begann, waren die Rückstände auf das rettende Ufer bis zur Winterpause zu groß. In der Rückrunde konnte der TSV zwar mit zwei Siegen aus den ersten drei Spielen Hoffnung schöpfen, doch eine anschließende Negativserie ließ diese schnell wieder schwinden.

Defensive Probleme und schwache Bilanz

Die defensive Schwäche des Teams war ein entscheidender Faktor für den Abstieg. Mit insgesamt 81 Gegentoren stellte Havelse die schlechteste Abwehr der Liga und wurde zur Schießbude des Wettbewerbs. Während die Offensive mit 52 erzielten Toren die meisten Tore unter den Absteigern schoss, reichte dies nicht aus, um die Defensivschwächen zu kompensieren. Der Punkteschnitt von 1,13 seit dem 15. Spieltag hätte theoretisch für den Klassenerhalt gereicht, doch die Hypothek des schwachen Starts war zu schwer.

Der Weg in die Zukunft: Wiederaufstieg anvisiert

Mit dem Abstieg des TSV Havelse setzt sich der Fluch der Aufsteiger aus der Regionalliga Nord fort. Der Verein hat sich jedoch ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis 2030 möchte man wieder in die 2. Bundesliga aufsteigen und plant den Ausbau des Wilhelm-Langrehr-Stadions. Ob der direkte Wiederaufstieg in der nächsten Saison realistisch ist, bleibt jedoch fraglich, da der Meister der Nord-Staffel nicht direkt aufsteigt. Der TSV muss nun daran arbeiten, die Weichen für eine erfolgreiche Rückkehr zu stellen.