Der Fußball kann grausam sein, und Union Berlin erlebt derzeit eine bittere Phase in der Bundesliga. In den letzten 15 Spielen holten die Berliner lediglich 11 Punkte, was ihre Rückrunde zu einer desaströsen Angelegenheit macht. Während sie den Teams in der oberen Tabellenhälfte gelegentlich einen Punkt abknöpfen konnten, fehlt es ihnen in den entscheidenden Momenten an der notwendigen Durchschlagskraft.
Überlegenheit ohne Ertrag
Ein besonders prägnantes Beispiel für diese Misere war das kürzliche Spiel gegen den VfL Wolfsburg, in dem Union trotz klarer Überlegenheit mit 1:2 verlor. Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: Union erzielte 2,9 Expected Goals, während Wolfsburg lediglich auf 0,2 kam. Eine weitere ernüchternde Bilanz: Mit 27 Torschüssen stellten die Berliner einen Vereinsrekord auf – und doch blieben die Punkte aus. Trainerin Marie-Louise Eta sieht in der Vielzahl der Chancen dennoch einen Lichtblick für die Zukunft: „Es ist schön, dass wir uns so viele Torchancen herausgespielt haben. Das ist eine wichtige Basis, um am Ende auch Tore zu schießen.“
Kopf hoch und weiter machen
Vize-Kapitän Rani Khedira bringt es auf den Punkt: „Es ist sicherlich nicht nur Pech.“ Er beschreibt die Herausforderungen, denen sich die Mannschaft gegenübersieht, und betont die Notwendigkeit, trotz der Rückschläge fokussiert zu bleiben. „Was bleibt dir anderes übrig, als weiterzumachen, zu trainieren und zu versuchen, den Millimeter ein Stück weit zu verschieben?“ Diese mentalen Hürden sind entscheidend, um aus der aktuellen Krise herauszukommen. Trainerin Eta hat in der letzten Partie alles auf Offensive gesetzt: Mit Spielern wie Andrej Ilic, Oliver Burke und Osei-Anthony Ansah standen gleich drei Stürmer in der Startelf. Obwohl das Pressing und die Chancenverwertung stimmten, blieben die Tore aus. Dennoch nimmt Eta Ilic in Schutz und hebt dessen unermüdlichen Einsatz hervor. „Klar will ein Stürmer Tore schießen, aber er wird für mich nicht nur daran gemessen“, so Eta.
Hoffnungsschimmer durch Burke
Ein Lichtblick in der Dunkelheit war Oliver Burke, der gegen Wolfsburg sein erstes Tor seit längerer Zeit erzielte. Der Schotte beendete damit eine Durststrecke, die bis in den Dezember zurückreicht. Ist dies ein gutes Omen für das bevorstehende Spiel gegen RB Leipzig? Die Berliner hoffen, dass Burke seine Form beibehalten kann und der Mannschaft dabei hilft, die Wende herbeizuführen. Die Herausforderung ist groß, doch Trainerin Eta und ihre Mannschaft arbeiten hart daran, die Wende einzuleiten. Das nächste Spiel gegen Leipzig wird entscheidend sein, um zu zeigen, ob die Berliner aus ihrer schwierigen Phase lernen und zurück auf die Erfolgsspur finden können.
