Umbau des Stadions an der Hafenstraße verzögert sich
Der mit Spannung erwartete Umbau des Stadions an der Hafenstraße in Essen wird sich voraussichtlich verzögern. Ursprünglich war geplant, die Arbeiten in diesem Sommer zu beginnen, doch nun müssen sich die Fans bis mindestens September gedulden. Grund für den verspäteten Baubeginn sind notwendige Nachbesserungen im Bereich des Immissionsschutzes sowie bei den nachzuweisenden Stellplätzen, wie die Grundstücksverwaltung Essen (GVE) berichtet.
Baugenehmigung lässt auf sich warten
GVE-Geschäftsführer Dirk Miklikowski äußerte gegenüber der "WAZ", dass die Baugenehmigung noch aussteht: "Ich gehe davon aus, dass wir erst Ende des dritten Quartals anfangen werden." Diese Verzögerung hat auch Auswirkungen auf den ursprünglich angestrebten Abschluss der Bauarbeiten, der bis Mai 2028 vorgesehen war. Ein neuer Zeitplan wird nun nötig sein, um die ambitionierten Pläne umzusetzen.
Kapazitätserweiterung des Stadions
Nach den Umbauarbeiten wird das Stadion an der Hafenstraße in der Lage sein, bis zu 26.600 Zuschauer zu fassen. Die Erweiterung der Kapazität wird durch den Ausbau der vier Ecken des Stadions ermöglicht. Zunächst wird die Ecke zwischen der Stadtwerke-Essen-Tribüne und der Rahn-Tribüne geschlossen, gefolgt von weiteren Ecken. Die Zuschauererfahrung wird durch diese Maßnahmen voraussichtlich erheblich verbessert.
Pachtverhandlungen für die 2. Liga sind im Gange
Zusätzlich zu den baulichen Herausforderungen stehen RWE und die GVE vor der Aufgabe, eine Pacht für die 2. Liga auszuhandeln. Obwohl die beiden Parteien bisher weit auseinander lagen, scheinen sie sich jetzt angenähert zu haben. Während in der 3. Liga eine Pacht von 760.000 Euro pro Jahr bereits fixiert wurde, war eine Summe von 2,4 Millionen Euro pro Jahr für die 2. Liga im Gespräch, die RWE jedoch abgelehnt hatte. In der Zukunft könnten die Pläne sogar noch ambitionierter werden, mit Überlegungen, das Stadion auf bis zu 35.000 Plätze auszubauen, indem das Dach angehoben wird, um einen Oberrang einzufügen. Doch bis diese Visionen Realität werden, steht der Umbau vor mehreren Herausforderungen.
