Die Ergebnisse der Sitzung der AG RegionalligareformIn der DFB-Zentrale in Frankfurt
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Die Ergebnisse der Sitzung der AG RegionalligareformIn der DFB-Zentrale in Frankfurt

Die Ergebnisse der Sitzung der AG RegionalligareformIn der DFB-Zentrale in Frankfurt

Die Ergebnisse der Sitzung der AG Regionalligareform

In der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main wurde eine Sitzung der Arbeitsgruppe zur Reform der Regionalliga abgehalten, die nach 14 Jahren anhaltenden Streitigkeiten zwei unterschiedliche Reformvorschläge für das deutsche Ligensystem hervorgebracht hat.

Die Sitzung war von intensiven Diskussionen geprägt. Das Ergebnis sind zwei grundlegend verschiedene Modelle zur künftigen Struktur der 4. Liga. Besonders das Kompassmodell erhält viel Zuspruch, da es in mehreren Regionen und unter den Fans populär ist. Dieses Modell sieht vor, die bestehenden fünf Staffeln auf vier zu reduzieren und die verbleibenden 80 Teams mithilfe von Künstlicher Intelligenz so einzuteilen, dass die Reisewege der Mannschaften möglichst kurz sind.

Das umstrittene Regionen-Modell

Im Gegensatz dazu steht ein deutlich umstrittenerer Vorschlag, der eine Aufspaltung der Nordost-Staffel vorsieht. Diese Regionalliga gilt als die zuschauerstärkste und wirtschaftlich erfolgreichste. In diesem Modell würden die Vereine aus dem Osten auf die Regionen Bayern und Nord verteilt werden, was von den Verbandsvertretern aus Bayern, dem Westen, dem Südwesten und dem Norden ins Spiel gebracht wurde.

Die Klubs aller Regionen haben sich in der Sitzung gegen das Regionen-Modell ausgesprochen. Der Konflikt zwischen den Verbänden und den Vereinen hat letztendlich zu diesen zwei gegensätzlichen Konzepten geführt, die jetzt zur Diskussion stehen.

Aufstiegsmöglichkeiten für Meister

Ein zentraler Aspekt, der in beiden Modellen berücksichtigt wird, ist der direkte Aufstieg für die Meister aller vier Staffeln. Diese Frage hat in der Vergangenheit immer wieder zu Konflikten geführt, da die Regelung als unausgewogen angesehen wurde. Während die Meister aus den Regionen Südwest und West feste Aufstiegsplätze hatten, mussten die Titelträger aus Nord, Bayern und dem Osten häufig in die kritisierte Relegation.

Bereits 2018 war ein erster Reformversuch innerhalb einer DFB-Arbeitsgruppe gescheitert. Diesmal konnten jedoch zwei konkrete Beschlussvorlagen erarbeitet werden, was als Fortschritt gewertet wird – auch wenn der Streit zwischen den beiden Lagern nun intensiv fortgeführt werden dürfte.

Nächste Schritte für die Regionalligisten

Im nächsten Schritt sind die Regionalligisten gefordert, über die beiden Modelle abzustimmen. Die Klubvertreter haben bereits vorab Stimmungsbilder eingeholt, die eine klare Tendenz zugunsten des Kompassmodells zeigen. Die finale Entscheidung liegt jedoch bei den Präsidenten der Landes- und Regionalverbände, wo es voraussichtlich erneut zu hitzigen Debatten kommen wird.

Für Klubs und Fans bedeutet dies, dass sie für ihr bevorzugtes Modell werben müssen, ohne selbst direkt wählen zu können. Insbesondere die Vereine aus dem Nordosten stehen vor der Herausforderung, ihre bisherige und beliebte Staffelstruktur möglicherweise zu verlieren. Die vorliegenden Vorschläge stellen somit einen Drahtseilakt dar und bergen neues Konfliktpotenzial.

Das neue System soll ab der Saison 2028/29 umgesetzt werden, wobei die Qualifikation im Sommer 2027 beginnt.