Richtungsweisende Tage für den FC Erzgebirge Aue
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Richtungsweisende Tage für den FC Erzgebirge Aue

Richtungsweisende Tage für den FC Erzgebirge Aue

Richtungsweisende Tage für den FC Erzgebirge Aue

Der FC Erzgebirge Aue steht vor entscheidenden Tagen. Nach einer Mitgliederversammlung des Förderkreises im Erzgebirgsstadion gab der abstiegsbedrohte Verein bekannt, dass zeitnah eine zentrale Personalfrage geklärt werden soll. Ab dem 1. April soll feststehen, *wer die Verantwortung für die Kaderplanung übernimmt und eine konkurrenzfähige Mannschaft für die kommende Saison aufstellt*, teilte der Verein mit.

Zukunft von Sportchef Michael Tarnat ungewiss

Die Zukunft von Sportchef Michael Tarnat ist ebenfalls unklar. Der ehemalige Nationalspieler und Champions-League-Sieger hatte seine Position erst Anfang Januar angetreten und war auch bei der Versammlung anwesend. Anfang Februar holte er Christoph Dabrowski als neuen Cheftrainer, nachdem Jens Härtel entlassen worden war. Bisher blieb der erhoffte Erfolg aus: Dabrowski hat bislang keinen Sieg errungen und musste sechs Niederlagen in acht Spielen hinnehmen.

Acht Spieltage vor dem Ende der Saison beträgt der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz neun Punkte, wodurch der Klassenerhalt immer unwahrscheinlicher wird. Infolgedessen laufen die Planungen für die Regionalliga bereits auf Hochtouren – sowohl in sportlicher, wirtschaftlicher als auch organisatorischer Hinsicht. Vorstand und Aufsichtsrat stehen dabei im Austausch mit wichtigen Sponsoren.

Finanzielle Herausforderungen: Etat-Kürzung angekündigt

Im Rahmen der Versammlung äußerte Präsident Thomas Schlesinger auch zur finanziellen Situation des Vereins. Der Etat in der Regionalliga soll bis zu zehn Millionen Euro betragen, gleichzeitig ist jedoch eine Kürzung um *mehr als drei Millionen Euro* vorgesehen. Allein die Vereinsstrukturen verursachen Kosten von etwa fünf Millionen Euro.

"Uns ist es neben der Etatplanung der ersten Mannschaft wichtig, die grundlegenden Strukturen des Vereins weitgehend aufrechtzuerhalten", betonte Schlesinger. Dazu zählen 50 bis 60 Arbeitsplätze, die Geschäftsstelle, das Nachwuchsleistungszentrum sowie die Stadioninfrastruktur. Darüber hinaus gibt es 13 weitere Abteilungen, darunter auch Ringer und Schwimmer.

Die Fähigkeit des Vereins, diese Strukturen trotz schwieriger Rahmenbedingungen aufrechtzuerhalten, wird als bemerkenswert angesehen. In den letzten drei Jahren arbeitete Aue mit einem erheblich reduzierten Etat, und für 2023 wird ein Defizit von *1,5 Millionen Euro* prognostiziert.

Zukunftsplanung und Rückhalt aus dem Umfeld

In Bezug auf die Zukunft wird festgestellt: "Die Planung für die Saison 2026/27 ist ein fortlaufender Prozess, bei dem wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und sportliche Ambitionen kontinuierlich abgeglichen werden. Beides ist untrennbar miteinander verbunden und entscheidet über die Entwicklung des Vereins in den kommenden Jahren."

Sollten insbesondere die Einnahmen aus Sponsoring sinken, könnte der Erhalt der aktuellen Strukturen gefährdet sein. Daher setzt der Verein verstärkt auf *Rückhalt aus dem Umfeld*, um die kommenden Herausforderungen zu meistern. Zusätzlich winken wertvolle Einnahmen im DFB-Pokal, für den sich die Veilchen jedoch zunächst qualifizieren müssen. Am Sonntag steht das Spiel gegen den SSV Fortschritt Liechtenstein an, bei dem das Ticket für das Halbfinale gebucht werden soll.