Erster Sieg in der Rückrunde
Am 36. Spieltag der 3. Liga konnte Erzgebirge Aue endlich seinen ersten Sieg in der Rückrunde feiern. In einem nervenaufreibenden Duell gegen den FC Ingolstadt gelang den Veilchen ein beeindruckendes Comeback, nachdem sie zunächst mit 1:3 zurücklagen. Am späten Sonntagabend zeigten die Auer eine starke Leistung und drehten das Spiel in der zweiten Halbzeit zu einem 5:3-Sieg.
Ein Spiel voller Emotionen
Die erste Halbzeit verlief alles andere als erfreulich für Aue. Die Mannschaft offenbarte defensiv große Schwächen und ließ Ingolstadt zu vielen Chancen kommen. Interimscoach Khvicha Shubitidze äußerte sich nach dem Spiel zur ersten Hälfte: "Wir haben wieder vieles falsch gemacht." Doch die Ansprache in der Kabine zeigte Wirkung, denn die Mannschaft kam wie verwandelt aus der Halbzeitpause und zeigte einen beeindruckenden Kampfgeist.
Julian Guttau als Matchwinner
Besonders hervorzuheben ist Julian Guttau, der mit drei Toren nicht nur den ersten Dreierpack seiner Karriere feierte, sondern auch maßgeblich zum Sieg beitrug. "Julian ist schon ein kleiner Zauberer. Wenn es läuft, dann läuft es", lobte Shubitidze seinen Spieler. Guttau selbst war überglücklich: "Das ist Balsam für die Seele, auch wenn es natürlich viel zu spät kommt", erklärte der 26-Jährige und betonte die Wichtigkeit dieses Sieges für die gesamte Mannschaft.
Zukunftsängste im Erzgebirge
Der Sieg in Ingolstadt könnte für viele Spieler, darunter auch Guttau, entscheidend für ihre persönliche Zukunft sein. Der Vertrag des Offensivspielers läuft eigentlich bis 2027, verliert jedoch in der Regionalliga seine Gültigkeit. "Jeder versucht im Sommer bestmöglich unterzukommen", so Guttau. In der Mannschaft sind sich die Spieler bewusst, dass sie in den verbleibenden Spielen ihre Leistungen zeigen müssen, um sich für ihre Karriere zu empfehlen. Der Sieg könnte somit nicht nur für die Moral, sondern auch für die Zukunft der Spieler von großer Bedeutung sein.
