FC Ingolstadt startet stark, kassiert aber herben Rückschlag
Im Heimspiel gegen Erzgebirge Aue war der FC Ingolstadt zunächst auf der Siegerstraße. Mit einer komfortablen 3:1-Führung zur Halbzeit schien alles auf einen erfolgreichen Abend hinauszulaufen. Doch was folgte, war ein unerwarteter Einbruch in der zweiten Halbzeit, der in einer schmerzhaften 3:5-Niederlage endete. Cheftrainerin Sabrina Wittmann war nach dem Spiel sichtlich enttäuscht.
Desaströse zweite Halbzeit
Die ersten 45 Minuten ließen aufhorchen. Fredrik Carlsen (7. Minute) und Gustav Christensen (13. Minute) sorgten früh für eine 2:0-Führung. Trotz eines Gegentors der Auer schaffte Marcel Costly mit seinem 16. Saisontor noch vor der Pause den 3:1-Zwischenstand. Die Schanzer schienen das Spiel im Griff zu haben. Doch die zweite Halbzeit entpuppte sich als regelrechte Katastrophe, in der Aue gleich vier Tore erzielte. „Die zweite Halbzeit war desaströs. Die verlieren wir mit 0:4“, brachte Costly die Enttäuschung seiner Mannschaft auf den Punkt.
Wittmanns Wut auf die Defensive
Sabrina Wittmann war nach dem Spiel sichtlich aufgebracht und kritisierte die Abwehrleistung ihrer Mannschaft. „Wenn du das ganz normal zu Ende spielst, dann gewinnst du hier vielleicht mit vier oder fünf zu eins. Aber wir haben den Gegner immer wieder stark gemacht. Das ärgert mich heute unglaublich“, schimpfte die Trainerin. Die Fehler in der Defensive und das Versäumnis, den Sack vorzeitig zuzumachen, waren wiederkehrende Probleme, die die Saison der Schanzer prägten.
Zukunftsfragen trotz aktueller Enttäuschung
Mit nur noch zwei verbleibenden Spielen bleibt der Mannschaft nicht viel Zeit, um sich in die richtige Richtung zu bewegen. Die Frage nach der Zukunft von Top-Torjäger Costly steht im Raum, der bei mehreren Clubs, darunter auch Rot-Weiss Essen, im Gespräch ist. „Was nächste Saison ist, wird man sehen. Da werde ich mir erst nach der Saison Gedanken machen“, ließ der 30-Jährige verlauten. Es ist offensichtlich, dass Costly nach einer starken Saison den nächsten Schritt in seiner Karriere anstrebt, während der Fokus der Mannschaft zunächst auf den verbleibenden Spielen liegt. Die Bitterkeit über die Niederlage gegen Aue bleibt, doch die Schanzer hoffen auf einen versöhnlichen Saisonabschluss.
