Die Zukunft der Löwen: 1860 München vor einer ungewissen Lage

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Sebastian Journalist
Die Zukunft der Löwen: 1860 München vor einer ungewissen Lage

Die Lizenzproblematik der Löwen

Der Traditionsverein 1860 München steht vor einer dramatischen Situation. Seit Mittwoch ist klar, dass die KGaA keine Lizenz für die 3. Liga erhält, und auch der Verbleib in der Regionalliga ist unsicher. Um weiterhin zahlungsfähig zu bleiben, benötigt der Verein dringend mindestens eine Million Euro. Trotz der bereits vorgenommenen Kostensenkungen im Amateurbereich ist die finanzielle Lage angespannt. Ob der Investor Hasan Ismaik die nötigen Mittel bereitstellen kann, steht in den Sternen, da die geforderten 2,7 Millionen Euro für die Drittligalizenz bisher nicht geflossen sind.

Erinnerungen an frühere Krisen

Die Situation erinnert stark an das Jahr 2017, als 1860 München ebenfalls mit finanziellen Schwierigkeiten kämpfte. Damals führte eine Uneinigkeit unter den Gesellschaftern zu einem Absturz in die Regionalliga. Der Hauptsponsor ‚Die Bayerische‘ sprang ein und stellte 2 Millionen Euro zur Verfügung. Leider kann der Verein auf diesen treuen Partner nicht mehr zählen, denn die Versicherung hat ihr Sponsoring nach einer Dekade und über 15 Millionen Euro beendet. Dies führt zu einem Anstieg des benötigten Geldes für die kommende Regionalliga-Saison.

Die drohende Insolvenz

Die Geschäftsführung des Vereins agiert bereits seit Ende Mai als ‚Not-Geschäftsführung‘. Dies bedeutet, dass nur noch absolut notwendige Zahlungen für den Betrieb, wie Strom und Wasser, geleistet werden. Die Uhr tickt für die Löwen: Bei einer drohenden Insolvenz bleiben nur sechs Wochen, um diese zu melden, wenn Überschuldung vorliegt. Bei Zahlungsunfähigkeit sind es gar nur drei Wochen. Solange die finanzielle Situation nicht geklärt ist, bleibt auch die Frage nach den bereits verkauften Dauerkarten offen.

Die Fans in der Warteschleife

Bislang wurden 8000 Dauerkarten verkauft, was einem Betrag von rund 4 Millionen Euro entspricht – zu Preisen, die auf eine Drittligasaison ausgelegt sind. Nun besteht die Möglichkeit, dass die Fans nur Amateurfußball erleben. Eine Rückabwicklung der Dauerkarten ist jedoch im aktuellen Notgeschäftsführer-Modus schwierig. Die Vereinsführung betont, dass man intensiv an einer angemessenen Kompensation für die bereits bezahlten Tickets arbeite und die Zufriedenheit der Dauerkarteninhaber im Fokus stehe. Dennoch bleibt abzuwarten, wie lange die Geduld der treuen Anhänger auf die Probe gestellt werden kann.