Hansa zeigt Reaktion, aber nicht genug
Am Tivoli in Aachen war die Stimmung angespannt, als Hansa Rostock nach der herben Niederlage gegen Regensburg auf den Platz ging. Trainer Daniel Brinkmann setzte auf eine grundlegende Umstellung und brachte mehrere neue Gesichter in die Startelf. Mit David Hummel in der Anfangsformation und kurzfristigen Anpassungen durch den Ausfall von Florian Carstens wollte Rostock ein Zeichen setzen. Trotz einer engagierten Leistung reichte es jedoch nicht zum Sieg.
Rostock nimmt Aachens Offensive den Rhythmus
Die erste Aufgabe für die Kogge war klar: Die gefährliche Aachener Angriffsreihe musste in den Griff bekommen werden. Rostock präsentierte sich stark in den Zweikämpfen und wirkte wacher als in den vorherigen Partien. Aachen hatte zwar Chancen, insbesondere Lars Gindorf stellte Hansa-Keeper Benjamin Uphoff vor einige Herausforderungen, doch Rostock war auf der Hut und hätte durch Maximilian Krauß frühzeitig in Führung gehen können.
Gewitter, Hagel und ein später Stich vor der Pause
Die Partie nahm kurz vor der Halbzeit eine unerwartete Wendung. Ein Gewitter zog über den Tivoli, Hagel fiel und das Spielfeld verwandelte sich in eine Rutschbahn. Die Unterbrechung brachte jedoch frischen Wind für Hansa. Nach Wiederanpfiff war es Jonas Dirkner, der Krauß perfekt in Szene setzte. Dieser blieb vor dem Tor cool und brachte Rostock in Führung. Hansa ging mit einem 1:0 in die Kabine und hatte die Möglichkeit, den Vorsprung auszubauen.
Ein Elfmeter verändert die Lage
Nach der Halbzeit drehte sich das Spielgeschehen. Ein Strafstoß für Aachen, verursacht durch ein Trikotziehen von Dirkner, führte zum Ausgleich. Gindorf verwandelte den Elfmeter souverän und setzte Rostock damit unter Druck. Die Kogge musste nun mehr riskieren, doch Aachen blieb gefährlich und hätte die Partie sogar für sich entscheiden können. In der Schlussphase vergab Andreas Voglsammer die Möglichkeit auf den späten Sieg für Rostock.
Nur noch ein Wunder hilft
Das 1:1 lässt Hansa Rostock mit einem bitteren Gefühl zurück. Zwar patzten auch andere Teams in der Tabelle, doch ein echter Vorteil sprang für die Kogge nicht heraus. Maximilian Krauß brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Wir brauchen jetzt ein Wunder.“ Auch Franz Pfanne erkannte die Realität des Ergebnisses und stellte fest, dass der Aufstieg nun in noch weiterer Ferne rückt. Hansa hat bis zum Schluss gekämpft, doch der große Schritt zurück in die zweite Liga scheint endgültig außer Reichweite geraten.
