Der Bundesliga-Traum in Gefahr In diesen Tagen steht Hertha BSC vor einer der schwersten Zeiten in der aktuellen Saison. Das erklärte Ziel des Trainers Stefan Leitl, zwölf Zähler aus den letzten vier Spielen zu holen, scheint nach der jüngsten 0:1-Heimpleite gegen Holstein Kiel in unerreichbare Ferne gerückt. Vor 47.280 Zuschauern im Olympiastadion dominierten die Berliner das Spiel und hatten mit 23:4 Torschüssen eine klare Überlegenheit, doch das Tor blieb aus. Ein bitterer Rückschlag für ein Team, das in dieser Saison auf den Aufstieg in die Bundesliga gehofft hatte.
Das Pech bleibt den Berlinern treu
Die einzige positive Nachricht kam bereits mit dem Anpfiff: Josip Brekalo, der Winterneuzugang, verlängerte seinen Vertrag durch seinen siebten Startelfeinsatz bis 2027. Doch selbst das feierliche Ereignis konnte die Enttäuschung über das Geschehen auf dem Platz nicht mildern. Brekalos vermeintliches 1:0 wurde nach nur 59 Sekunden durch den VAR zurückgenommen – eine knappe Abseitsentscheidung, die das Spielgeschehen auf den Kopf stellte. Trotz eines furiosen Starts und der besten Möglichkeiten durch Reese, Schuler und Cuisance blieb das Tor verwehrt.
VAR – Fluch oder Segen?
In diesem Spiel war der Videoassistent mehr als einmal im Fokus. Ein Foulelfmeter für die Herthaner, verursacht an Linus Gechter, wurde ebenfalls nachträglich zurückgenommen. Der VAR entschied, dass Zeefuik zuvor einen Zentimeter im Abseits stand. Solche Entscheidungen können eine Mannschaft zermürben, und genau das scheint bei Hertha BSC der Fall zu sein. Die unglücklichen Entscheidungen und die daraus resultierenden Nackenschläge machen es den Spielern schwer, den Kopf oben zu halten.
Heimschwäche als Achillesferse
Die bedrückende Heimbilanz von Hertha BSC ist alarmierend: In 16 Heimspielen konnten nur fünf Siege errungen werden, dazu kommen fünf Remis und nun bereits sechs Niederlagen. Diese bescheidene Ausbeute ist eindeutig zu wenig, um in der Tabelle nach oben zu klettern und den Aufstieg zu realisieren. Die Enttäuschung ist nicht nur bei den Spielern, sondern auch bei den treuen Fans spürbar, die auf eine Wende hofften. Paul Seguin, der in diesem Spiel die fünfte Gelbe Karte sah, wird in der kommenden Partie gegen Magdeburg fehlen – ein weiterer herber Rückschlag.
Kiel auf dem Weg zum Klassenerhalt
Im Gegensatz zu Hertha BSC hat Holstein Kiel in den letzten Wochen einen beeindruckenden Lauf hingelegt und kann mit 13 Punkten aus den letzten fünf Spielen fast sicher den Klassenerhalt feiern. Der entscheidende Treffer zum 0:1 wurde von Joker Jonas Therkelsen erzielt, nachdem die Kieler in der zweiten Hälfte das Spiel überraschend in die Hand nahmen. Ein Zeichen der Stärke, das Hertha BSC in diesen turbulenten Zeiten bitter vermisst. Die nächsten Wochen werden entscheidend für die Zukunft von Hertha BSC sein. Kann das Team die Wunden heilen und den Glauben an den Aufstieg wiederfinden? Die Anhänger hoffen auf eine Wende im Schicksal – die Zeit wird es zeigen.