Florian Riedel verlässt den TSV Havelse nach fünf Jahren
Der TSV Havelse und Florian Riedel gehen nach einer gemeinsamen Zeit von fünf Jahren getrennte Wege. Der Geschäftsführer der Profiabteilung und Sportvorstand des e.V. hat beschlossen, nach eigenen Angaben den nächsten Schritt im Profifußball zu gehen.
Ein außergewöhnlicher Karriereweg
Riedel wechselte 2021 als Spieler zum TSV Havelse und übernahm bald darauf zusätzliche Aufgaben im sportlichen und organisatorischen Bereich. In einer einzigartigen Doppelrolle als aktiver Spieler und Sportdirektor trug der 35-Jährige entscheidend zur Neuausrichtung des Vereins bei. Unter seiner Führung gewann Havelse erstmals die Meisterschaft in der Regionalliga Nord und sicherte sich über die Relegation den Aufstieg in die 3. Liga. In der vergangenen Saison stand Riedel in 23 Spielen auf dem Platz, bevor er mitten in der Saison seine aktive Karriere beendete.
Dankbarkeit für besondere Momente
In seiner Abschiedserklärung betont Riedel, dass der TSV Havelse für ihn immer ein besonderer Verein bleiben werde. „Welcher Verein hätte einem Spieler so viel Vertrauen geschenkt und Verantwortung übertragen?“ fragt er und zeigt sich dankbar für die Möglichkeit, seine Ideen umsetzen zu können. Die gemeinsame Zeit sei geprägt gewesen von Herausforderungen und Erfolgen, wobei ihm vor allem die Menschen im Verein in Erinnerung bleiben werden.
Ein Verlust für den Verein
Präsident Daniel Wolter bezeichnet Riedel als eine prägende Persönlichkeit in der Vereinsgeschichte. Die Erfolge, wie die Meisterschaft, der Aufstieg in die 3. Liga und die Entwicklung des Nachwuchsbereichs, trügen „in hohem Maße“ Riedels Handschrift. Wolter hebt hervor, dass Riedel im Verein eine Verantwortung übernommen habe, "wie kaum ein anderer im deutschen Profifußball". Die Lücke, die Riedel hinterlässt, sei sowohl sportlich als auch menschlich groß. Der TSV Havelse wird zu gegebener Zeit bekanntgeben, wie er sich künftig organisatorisch und sportlich aufstellen will. Der Abschied Riedels wirft auch die Frage auf, ob der Verein weiterhin an dem ambitionierten Ziel festhält, bis 2030 in die 2. Bundesliga zurückzukehren.
