Fürth vergibt die große Gelegenheit
Die SpVgg Greuther Fürth steht vor einem entscheidenden Saisonfinale, das für den Verein von enormer Tragweite ist. Nach der herben Niederlage gegen Hertha BSC in Berlin droht den Franken der erste Abstieg in die 3. Liga seit vielen Jahren. Dabei hatten die Fürther in der Partie die Chance, sich aus dem Tabellenkeller zu befreien, nachdem Hertha in der ersten Halbzeit einen Spieler durch eine Rote Karte verlor.
Hertha schlägt in Unterzahl eiskalt zu
Trotz der numerischen Überlegenheit konnte Fürth keinen entscheidenden Vorteil aus der Situation schlagen. Während die Mannschaft viel Ballbesitz hatte und die Berliner tief in deren Hälfte zurückdrängte, blieb der Ertrag aus. Der junge Kennet Eichhorn brachte die Gastgeber nach einem Fehler in der Fürther Defensive in Führung und sorgte mit diesem Treffer für einen historischen Moment in der Zweitliga-Geschichte.
Cuisance erhöht, Futkeu trifft zu spät
Im zweiten Abschnitt wendete sich das Blatt für Fürth weiter. Michael Cuisance erzielte aus der Distanz das 2:0 für Hertha und stellte damit die Weichen auf Sieg. Zwar gelang Noel Futkeu kurz vor dem Ende der Anschlusstreffer, doch das war nicht genug, um das Ruder noch einmal herumzureißen. Fürth bleibt mit einer schweren Hypothek zurück, denn der Druck im Abstiegskampf wächst weiter.
Ein Traditionslauf steht auf dem Spiel
Die lange Zugehörigkeit der Fürther zur 2. Bundesliga, die bis in die 90er Jahre zurückreicht, macht die aktuelle Lage besonders brisant. Ein ganzes Jahrzehnt an Tradition könnte binnen eines einzigen Spiels in Gefahr geraten. Am kommenden Sonntag wird sich entscheiden, ob die Spielvereinigung noch einen Ausweg aus der Krise findet oder ob eine Ära zu Ende geht. Die Niederlage in Berlin hat eindrucksvoll gezeigt, wie schmal der Grat zwischen Erfolg und Misserfolg im Abstiegskampf ist.
