Hansa Rostock geht mit hohem Etat in die neue Saison
Der F.C. Hansa Rostock wird auch in der kommenden Saison mit einem der höchsten Etats der 3. Liga antreten. Laut der "Ostsee-Zeitung" steht dem Verein ein Budget von rund 8,5 Millionen Euro zur Verfügung. Damit bleibt Hansa Rostock Teil der finanziellen Spitzengruppe der Liga. Sportchef Amir Shapourzadeh weist jedoch darauf hin, dass die Unterschiede zwischen den Vereinen in der 3. Liga geringer sind als in den beiden höheren Spielklassen. „Zweieinhalb Millionen Euro Unterschied zwischen Spitze und Durchschnitt sind im Fußball nichts. Daher ist die Liga so eng“, erklärt der 42-Jährige.
Wirtschaftliche Stabilität durch Fan-Unterstützung
Vorstandschef Ronald Maul hebt die wirtschaftliche Stabilität des Vereins hervor, die vor allem auf die starke Unterstützung der Fans zurückzuführen ist. Mit über 31.000 Mitgliedern, rund 14.300 verkauften Dauerkarten und einem Zuschauerschnitt von über 24.500 Fans im Ostseestadion hat Hansa Rostock in der Saison 2024/25 beeindruckende Einnahmen erzielt. Maul betont: „Das ist schon außergewöhnlich für einen Drittligisten.“ Allein aus Ticketverkäufen wurden neun Millionen Euro generiert, während das Sponsoring mit zehn Millionen Euro noch mehr einbrachte.
Klares Ziel: Rückkehr in die 2. Bundesliga
Trotz der positiven wirtschaftlichen Situation mahnt Maul zur Vorsicht und betont, dass die aktuelle Entwicklung nicht als selbstverständlich angesehen werden sollte. Um die Unterstützung der Anhänger langfristig zu sichern, müsse die Mannschaft attraktiven Fußball mit Herz und Leidenschaft bieten. Die Rückkehr in die 2. Bundesliga bleibt das große Ziel, was das kürzlich vorgestellte Motto „Angreifen. Klarer Kurs. Klare Mission“ unterstreicht.
Nachhaltigkeit im Fokus bei Transfers
Trotz der vergleichsweise guten finanziellen Ausgangslage verfolgt Hansa Rostock einen nachhaltigen Weg auf dem Transfermarkt. Der Verkauf von Stürmer Ryan Naderi, der für die Drittliga-Rekordablöse von 5,5 Millionen Euro zu den Glasgow Rangers wechselte, verschaffte dem Verein zusätzlichen Spielraum. Ein Teil der Einnahmen soll in den Kader reinvestiert werden, konkrete Zahlen wurden jedoch nicht genannt. Der F.C. Hansa Rostock zeigt sich damit entschlossen, seine Ambitionen auf sportlichem und wirtschaftlichem Gebiet in Einklang zu bringen.
