Ein bitterer Nachmittag für Hansa Rostock
Für die Anhänger von Hansa Rostock war der Samstag ein schmerzhafter Tag. Im eigenen Ostseestadion erlebte der Traditionsverein ein regelrechtes Debakel gegen Jahn Regensburg, das mit einem erniedrigenden 2:5 endete. Nach nur 49 Minuten stand es bereits 0:4, und die Hoffnungen auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga schmolzen wie Schnee in der Sonne.
Jahn Regensburg nutzt Hansa-Fehler gnadenlos aus
Die erste Halbzeit verlief für die Kogge alles andere als erfreulich. Der Regensburger Stürmer Eric Hottmann erwies sich als Albtraum für die Rostocker. In der 43. Minute erzielte er das 0:2, und kurz darauf schnürte er seinen Doppelpack mit einem Treffer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+5.). Hansa-Trainer Daniel Brinkmann war sichtlich bedient und äußerte sich frustriert: „Wer so eine erste Halbzeit spielt, hat nicht verdient zu gewinnen.“ Die Verunsicherung war deutlich spürbar, und selbst Sportdirektor Amir Shapourzadeh verlor die Nerven und sah die Rote Karte wegen Schiri-Kritik.
Pfiffe der Fans und der Hoffnungsschimmer
Direkt nach dem Wiederanpfiff setzte der nächste Nackenschlag ein: Hottmann erhöhte auf 0:4 (49.). Die Fans im Ostseestadion reagierten mit lauten Pfiffen. Innenverteidiger Florian Carstens rang um Worte und stellte fest: „Wir nehmen uns vor dem Spiel immer so viel vor und irgendwie bekommen wir es nie auf den Platz.“ Trotz des Rückstands zeigte Hansa nach dem 0:4 Moral. Chris Kinsombi erzielte in der 51. und 55. Minute zwei Treffer und ließ kurzzeitig Hoffnung aufkeimen. Doch die Freude währte nicht lange.
Das letzte Wort gehört Hottmann
In der 87. Minute war es erneut Eric Hottmann, der mit seinem vierten Treffer den Endstand von 2:5 herstellte. Die totale Stille kehrte ins Ostseestadion ein. Die Aufstiegs-Euphorie, die vor dem Spiel noch spürbar war, war verflogen. Torwart Benjamin Uphoff brachte es auf den Punkt: „Ich weiß gar nicht, wem ich jetzt am Sonntag die Daumen drücken soll.“ Die Zukunft von Hansa Rostock im Aufstiegskampf erscheint nach dieser Niederlage mehr als fraglich.