Dritter Anlauf, dritter Rückschlag
Lok Leipzig hat erneut den Sprung in die 3. Liga verpasst. Nach 2020 und 2025 scheiterte das Team in den Aufstiegsspielen zum dritten Mal in Folge. Der Frust ist groß, zumal die Würzburger Kickers in ihrer Staffel nicht einmal den Meistertitel erringen konnten. Trainer Jochen Seitz und die gesamte Mannschaft stehen nach dieser Niederlage vor einer emotionalen Herausforderung.
Entscheidende Fehlentscheidung
In der Nachspielzeit bot sich Lok Leipzig die Chance auf den Ausgleich. Ein Schuss von Kusic prallte an die Unterkante der Latte und schien hinter der Linie zu landen. Das Schiedsrichter-Team um Jarno Wienefeld entschied jedoch, das Spiel fortzusetzen. Seitz äußerte sich enttäuscht und betonte: „Das muss ein Linienrichter sehen. Tut mir leid, der ist einen halben Meter hinter der Linie.“ Dabei war der Trainer überzeugt, dass ein Ausgleich das Stadion erneut zum Beben gebracht hätte.
Resignation und Dank an die Fans
Nach der Niederlage war Seitz sichtlich resigniert. „Das trifft uns brutal“, sagte er und sprach sein Bedauern für die Fans und die Ehrenamtlichen aus. Trotz der Enttäuschung zollte der Trainer den 2.000 mitgereisten Anhängern Respekt, die das Team bis zum Schluss unterstützten. „Mir tut es unendlich leid für den Verein und die Mannschaft, die jetzt brutal down ist“, fügte er hinzu.
Ein Blick in die Zukunft
Sportchef Toni Wachsmuth sprach von einem „Déjà-vu“, das sich nicht weniger schmerzhaft anfühle als im Vorjahr. Er lobte die Mannschaft für ihren Einsatz und gratulierte den Würzburger Kickers fair zum Aufstieg. Abderrahmane äußerte seinen Unmut über die Regelung, dass Lok gegen einen Zweitplatzierten antreten musste. „Ich weiß nicht, was noch alles passieren muss“, sagte er. Die Herausforderung für die kommende Saison bleibt groß, und die Leipziger müssen sich erneut beweisen, um ihren Traum vom Aufstieg zu verwirklichen.
