Essen meldet sich zurück
Nach einer herben Niederlage gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart (1:6) stand Rot-Weiss Essen unter enormem Druck. Die Mannschaft benötigte dringend eine Reaktion, sowohl sportlich als auch emotional. Dies gelang vor heimischem Publikum eindrucksvoll, obwohl der Sieg gegen den SC Verl mit 1:0 nicht gerade ein Spektakel war. Für die Essener fühlte sich dieser knappe Erfolg jedoch wie ein Befreiungsschlag an. Die Hoffnung auf eine Rückkehr in höhere Gefilde lebt weiter, und die Fans dürfen wieder optimistisch sein.
Cottbus schlägt spät zu
Während in Essen der Jubel über den knappen Sieg noch anhielt, richtete sich der Blick vieler Anhänger bereits auf die Konkurrenz. Energie Cottbus sicherte sich in letzter Minute einen entscheidenden Sieg und schob sich damit in eine vielversprechende Position im Aufstiegsrennen. Mit einem kleinen Vorsprung gehen die Brandenburger in den letzten Spieltag. Für Rot-Weiss Essen und den MSV Duisburg bedeutet dies, dass sie nicht nur auf ihren eigenen Sieg hoffen dürfen, sondern auch Schützenhilfe von anderen Teams benötigen.
Revierklubs unter Druck
In der Verfolgerrolle liegen Rot-Weiss Essen und MSV Duisburg punktgleich. Duisburg empfängt am kommenden Spieltag Viktoria Köln, während RWE gegen den bereits abgestiegenen SSV Ulm antreten muss. Auf dem Papier klingt Essens Aufgabe machbar, doch gerade in solchen entscheidenden Spielen gelten oft eigene Gesetze. Cottbus muss auswärts gegen Jahn Regensburg bestehen, und ob ihr Vorsprung ausreicht, wird sich zeigen.
Alles läuft auf ein Drama hinaus
Die Situation ist klar, doch nichts ist entschieden. Rot-Weiss Essen hat sich mit dem Erfolg gegen Verl die Möglichkeit bewahrt, bis zum Schluss im Aufstiegskampf zu bleiben. Jetzt sind Konzentration, Nervenstärke und vielleicht ein wenig Glück auf den anderen Plätzen gefragt. Am letzten Spieltag wird sich entscheiden, wer feiern darf, wer die Relegation in Anspruch nehmen muss und für wen eine ganze Saison in Enttäuschung endet.
