In der heißen Phase droht dem deutschen Fußball eine Terminkollision zwischen der Relegation zur 2. Bundesliga und dem Finaltag der Amateure. Der 23. Mai, der als Finaltag der Amateure gilt, könnte sich für mehrere Teams als äußerst problematisch erweisen. Wir haben die betroffenen Verbände um eine Stellungnahme gebeten, um mögliche Lösungen zu erörtern.
Fünf Teams in der Zwickmühle
Fünf Mannschaften, die sich Chancen auf einen Relegationsplatz in der 3. Liga ausrechnen, stehen gleichzeitig im Endspiel ihrer jeweiligen Verbandspokale. Am 23. Mai möchten sie um den Titel kämpfen, doch am 22. Mai hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) bereits das Hinspiel zur Relegation zur 2. Bundesliga angesetzt. Dies bedeutet, dass den Teams weder ausreichend Zeit zur Erholung noch zur Vorbereitung auf die entscheidenden Begegnungen bleibt. Die betroffenen Teams sind: TSV 1860 München, MSV Duisburg, SC Verl, SG Barockstadt und FC Energie Cottbus.
Lernprozess aus der Vergangenheit
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie ernst die Situation ist. Im Vorjahr erreichte Arminia Bielefeld sensationell das DFB-Pokal-Finale und stand gleichzeitig im Aufstiegsrennen der 3. Liga. Um eine ähnliche Terminkollision zu vermeiden, arbeiteten DFB und DFL bereits im Vorfeld an Lösungen. Arminia konnte letztendlich die Relegation umgehen, indem sie direkt aufstieg. Diesmal jedoch sieht es so aus, als ob die DFL keine Verschiebung der Relegation plant, sodass die Entscheidung den jeweiligen Landesverbänden obliegt, wie sie mit den Pokalfinalen verfahren.
Sonderfall Bayern: Doppelte Kollision
In Bayern könnte die Situation sogar noch komplizierter werden. Der TSV 1860 München trifft im Verbandspokalfinale auf die Würzburger Kickers, die in der Regionalliga um den Aufstieg kämpfen. Der Meister der Regionalliga Bayern muss in Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Nordost antreten, die für den 21. Mai (Hinspiel) und 25. Mai (Rückspiel) terminiert sind. Sollte Würzburg das Pokalfinale erreichen, könnte auch hier eine ernsthafte Terminkollision entstehen. Der DFB hat bereits Alternativtermine vorgeschlagen, um den Vereinen eine Lösung anzubieten. Die kommenden Wochen versprechen also, spannend und herausfordernd zu werden, sowohl für die betroffenen Teams als auch für die Verbände.