Mit dem "Zwei-Phasen-Modell" hat der bayerische Fußball-Verband (BFV) ein neues Reformkonzept für die Regionalliga präsentiert, das jedoch auf ein übergeordnetes Ziel abzielt: die Aufstockung der 3. Liga. Trotz der Hoffnungen des BFV scheint eine solche Lösung seit Jahren unrealistisch.
Einfache Lösung für ein komplexes Problem
Der BFV hat eine vermeintlich einfache Lösung für die Reform der Regionalliga in der Schublade: "Unser Fokus liegt auf der 3. Liga. Wir haben in der Arbeitsgruppe das Modell von 22-5 eingebracht", erklärt BFV-Präsident Christoph Kern. Dieses Modell sieht eine Aufstockung der 3. Liga auf 22 Teams vor, mit fünf Absteigern. Kern ist sich sicher, dass diese Maßnahme das Problem der direkten Aufstiege für die Regionalliga-Meister schnell lösen könnte. Dennoch begegnete das Konzept dem DFB mit Skepsis, obwohl es auf Zustimmung bei den Landesverbänden und Vereinen gestoßen ist.
Widerstand beim DFB
Überraschend ist der Widerstand des DFB, der in den vergangenen Jahren eine Aufstockung der 3. Liga kategorisch ausgeschlossen hat. Grund dafür sind wirtschaftliche Bedenken und die Herausforderungen, die ein Rahmenterminkalender mit 42 Spieltagen mit sich bringen würde. Zudem wurde betont, dass die Drittligisten bereits 2018 einem vierten Absteiger zugestimmt hatten, unter der Voraussetzung, dass die Anzahl der Regionalliga-Staffeln von fünf auf vier reduziert wird. Ziel dieser Maßnahme war es, allen Meistern den direkten Aufstieg zu ermöglichen.
Zukunft der Regionalliga bleibt ungewiss
Der Weg zu einer Lösung ist weiterhin unklar. Eine Arbeitsgruppe des DFB hat bereits zwei Varianten zur Reform erarbeitet, während der BFV mit seinem "Zwei-Phasen-Modell" ein weiteres Konzept ins Spiel gebracht hat. Ob und wann eine Entscheidung getroffen wird, steht noch in den Sternen. Der DFB hat angekündigt, dass zunächst der Meinungsbildungsprozess der Regionalliga-Träger abgewartet werden muss, dessen Abschluss jedoch noch nicht konkret terminiert ist.