Personalsorgen werfen Schatten auf das Team
Energie Cottbus steht vor einem entscheidenden Spiel gegen Viktoria Köln, doch die Personalsituation des Teams könnte die Pläne von Trainer Claus-Dieter Wollitz erheblich beeinträchtigen. Nach einem emotionalen Auftakt in die Woche, der von einem verbalen Rundumschlag und einem Medienboykott geprägt war, gab Wollitz am Freitag einen Einblick in die aktuellen Verletzungsprobleme, die einige Schlüsselspieler betreffen.
Verletzungsbedingte Ausfälle
Die Aufholjagd im letzten Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen (5:3 nach 1:3) hat Energie Cottbus nicht nur wichtige Punkte eingegebracht, sondern auch das Vertrauen in die eigene Stärke gestärkt. Doch die Personalsorgen bleiben ein großes Thema. Laut Wollitz klagen mehrere Spieler, darunter Leon Guwara, Justin Butler und Axel Borgmann, über Adduktoren-, Schambein- und Muskelprobleme, die teilweise schon seit Wochen bestehen. "Das Training mussten wir auf ein Minimum herunterfahren, weniger geht nicht", bemerkte der Coach, während er die schlechten Trainingsbedingungen und die hohe Belastung in dieser Saison als Hauptursachen identifizierte.
Hoffnung auf starke Joker und Fanunterstützung
Trotz der angespannten Situation zeigt sich Wollitz optimistisch. Er sieht sein Team gut gerüstet für die "interessanteste Aufgabe" der Saison und setzt auf die Unterstützung der Fans, die in den letzten Jahren einen "großen Anteil" am Erfolg des Vereins hatten. Wollitz lobte die Anhänger für ihren ehrlichen Support, der weit über jede Werbung hinausgeht. "Das geht in die Geschichte ein", sagte er über die begeisterte Unterstützung in der Partie gegen Essen.
Aufstieg als Ziel
Mit 63 Punkten hat Energie Cottbus bereits mehr Zähler auf dem Konto als in der gesamten letzten Saison und spielt somit seine erfolgreichste Drittliga-Spielzeit. Um dem Aufstieg ein Stück näher zu kommen, sind am Sonntag in Köln unbedingt drei Punkte erforderlich. Trotz der Herausforderungen ist Wollitz überzeugt, dass sein Team auch gegen die befreit aufspielenden Höhenberger bestehen kann. "In dieser Phase zählen nur Siege", stellte er klar und blickt optimistisch auf die kommenden Wochen.
