Der VfL Osnabrück marschiert weiter: Mit einem knappen 1:0-Sieg gegen den FC Ingolstadt feierten die Lila-Weißen ihren neunten Sieg aus den letzten zehn Partien. Die Mannschaft könnte den Aufstieg in die 2. Liga bereits am kommenden Spieltag klarmachen, sofern die Rahmenbedingungen stimmen.
Badjie mal wieder der Matchwinner
Badjie, Badjie, immer wieder Badjie: Der 28-jährige Offensivspieler avancierte in der 83. Minute erneut zum Matchwinner. Nach seinem entscheidenden Treffer gegen Cottbus in der Vorwoche war es das achte Tor in dieser Saison für Badjie. „Dass der Ball so vor meine Füße springt, ist natürlich Glück. Dass er dann auch noch abgefälscht wird, noch mehr Glück. Aber ich beschwere mich auf jeden Fall nicht“, erklärte Badjie schmunzelnd bei „MagentaSport“. Trainer Timo Schultz sah die Situation differenziert: „Natürlich kann man von Glück sprechen, aber wir haben die Zonen besetzt. Das ist das Entscheidende.“
Badjie als Joker – Startelf-Frage bleibt offen
Bereits zum sechsten Mal in dieser Saison war Badjie als Joker erfolgreich, was die Diskussion um seine Nominierung für die Startelf anheizt. Schultz betonte, dass Badjie zwar über die Qualität der Aktionen verfügt, jedoch auch Pausen benötigt, um auf höchstem Niveau agieren zu können. „Man muss überlegen, ob ich ihn in den ersten 60 Minuten bringe, wo die anderen auch frisch sind, oder ganz am Ende, wenn es entscheidet ist“, so Schultz. Badjie zeigte sich hingegen bescheiden: „Natürlich würde ich immer gerne starten, aber ich glaube, es ist auch nicht schlecht, mich mal von der Bank zu bringen.“
VfL kurz vor dem Ziel
Nach dem 11. Sieg im 17. Auswärtsspiel dieser Saison und der beeindruckenden Bilanz von 19 Partien ohne Gegentor gewährte Trainer Schultz seiner Mannschaft einen zusätzlichen freien Tag. „Wir kommen eh erst in der Nacht an, da hätte das Training morgen nicht wirklich Sinn gemacht. Daher dürfen die Jungs auf der Rückfahrt auch gerne ein Bierchen mit mir trinken“, erklärte Schultz mit einem Augenzwinkern. Am Dienstag beginnt dann die Vorbereitung auf das kommende Duell gegen den SC Verl.
Aufstieg in greifbarer Nähe
Schultz bezeichnete die bevorstehende Partie gegen Verl als die schwierigste Aufgabe der Liga. Ein Sieg würde den VfL näher an den Aufstieg bringen, besonders wenn gleichzeitig der MSV Duisburg in Aachen verliert und Cottbus in seinen Begegnungen gegen Essen und Köln maximal drei Punkte holt. „Wir werden mindestens noch einen Sieg brauchen“, betonte Schultz. Gelingt dieser gegen Verl, könnte bereits am nächsten Wochenende die große Aufstiegsfeier steigen.