Magath kritisiert schleppenden Reformprozess
Felix Magath, die Trainer-Legende und ehemalige Meistercoach, hat klare Worte an die Verantwortlichen im DFB gerichtet. Der 72-Jährige, der einst die Bayern-Stars auf dem Platz führte, zeigt sich verärgert über den langsame Fortschritt bei der Reform der Ligen-Struktur. Magath fordert eine zügige Umsetzung eines Drei-Punkte-Plans, um allen Meistern den Aufstieg in die 3. Liga zu ermöglichen. „Es ist unerträglich, wie der Prozess immer wieder verwässert wird“, so Magath.
Kompassmodell als Lösung
Im Mittelpunkt von Magaths Forderungen steht das Kompassmodell, das die Reduzierung der fünf Regionalliga-Staffeln auf vier vorsieht. Trotz der positiven Resonanz auf diesen Vorschlag sieht Magath, dass viele Verbandsvertreter lieber Fragen aufwerfen, als konkrete Antworten zu liefern. Der Trainer sieht darin ein Spiegelbild der gesamtgesellschaftlichen Entscheidungsfindung in Deutschland, die oft von Zögern und Ausflüchten geprägt ist.
Viktoria Aschaffenburg tritt bei
In einer weiteren Initiative hat Magath seinen Heimatverein, den Bayern-Regionalligisten Viktoria Aschaffenburg, als 78. Verein der bundesweiten Klub-Initiative „Aufstiegsreform“ beigetreten. Dies geschah nach einem Besuch in Chemnitz, dem Ausgangsort der Reformbewegung. Magath ist überzeugt, dass das Kompassmodell die einzige Möglichkeit ist, den langjährigen Streit um die Ligen-Struktur zu beenden. „Das Modell schafft mehr Planungssicherheit für alle Klubs“, betont er und sieht auch Vorteile für kleinere Vereine.
Forderungen an den DFB
Magath stellt in seiner Ansprache drei zentrale Forderungen auf: Die Gestaltung einer Spielbetriebsorganisation für die neue Struktur, die Schaffung von Zulassungskriterien und eine aktive Rolle des DFB in diesem Prozess. „Wir benötigen seine Fachkenntnis und Führung genau jetzt“, fordert Magath eindringlich. Ende des Monats steht eine Abstimmung der Vereine über das Kompassmodell oder die weniger beliebte Alternative an, und die Hoffnung ist, dass Magaths Appell Gehör findet.
