Viktoria Köln verliert eine Legende
Nach dieser Saison wird Viktoria Köln einen ihrer prägenden Spieler verlieren: Simon Handle beendet im Sommer seine aktive Karriere. Der 33-Jährige, der seit neun Jahren für die Höhenberger spielt, verabschiedet sich somit nach einer erfolgreichen Zeit vom Profifußball.
Zweithäufigster Spieler der Vereinsgeschichte
In einer emotionalen Mitteilung bezeichnet Handle die Viktoria als „meine zweite Heimat“ und blickt auf viele schöne und schwere Momente zurück. Zu diesen zählen der Aufstieg in die 3. Liga, der Abstiegskampf sowie das denkwürdige DFB-Pokalspiel gegen den FC Bayern und seine fünf Pokalsiege. Rückblickend beschreibt er seine Zeit in Höhenberg als „die beste Zeit“ seiner Karriere. Nach der Saison wird er "ein letztes Mal ‚Servus‘“ sagen. Mit insgesamt 309 Einsätzen ist Handle hinter Mike Wunderlich der zweiterfolgreichste Spieler in der Vereinsgeschichte. In der 3. Liga hält er sogar den internen Rekord mit 240 Partien. Seit seinem Wechsel im Jahr 2017 hat sich der vielseitige Außenspieler zu einem unverzichtbaren Leistungsträger entwickelt und war maßgeblich am Aufstieg der Viktoria beteiligt. In der ersten Drittliga-Saison des Klubs absolvierte Handle jedes Ligaspiel und trug mit 16 Torbeteiligungen zu einem erfolgreichen Jahr bei. Insgesamt stehen für den gebürtigen Trostberger 45 Tore und 37 Vorlagen zu Buche.
Ehrung durch den Sport-Vorstand
Franz Wunderlich, Sport-Vorstand der Viktoria, würdigt Handle als „Vollprofi“, der „immer alles für den Klub und die Mannschaft getan“ habe. Handles Rekord als zweitbester Spieler des Vereins spricht für seine große Bedeutung. Trotz Bedauern über die Entscheidung des 33-Jährigen zeigt Wunderlich großen Respekt. Handle spielt „gerade eine seiner besten Saisons“ und ist für das Team sowie die Kabine „so gut wie unverzichtbar“.
Ein letzter Auftritt und besondere Bedeutung
Handle, der seine fußballerische Ausbildung bei Red Bull Salzburg begann, kehrte 2015 über den SV Grödig nach Deutschland zurück. Nach einer erfolgreichen Zeit beim FC Erzgebirge Aue und einem kurzen Gastspiel bei der SV Elversberg fand er schließlich in Köln seine sportliche Heimat. Die Verabschiedung von dieser Viktoria-Legende findet am Sonntag beim letzten Liga-Heimspiel gegen Alemannia Aachen statt. Danach folgen in Duisburg sowie im Landespokalfinale gegen Fortuna Köln die letzten Spiele seiner Karriere. Handle betont jedoch, dass die gemeinsame Reise mit der Mannschaft „noch nicht vorbei“ sei. Die verbleibenden Partien hätten für ihn „einen ganz besonderen Wert“ und gemeinsam wolle er alles dafür tun, „die maximale Ausbeute zu holen“.
