Vorfälle beim letzten Aufeinandertreffen
Im März 2025 kam es beim Auswärtsspiel von Hansa Rostock gegen Alemannia Aachen zu massiven Vandalismus-Ausschreitungen. Über 679 Sitzschalen wurden zerstört, zudem gab es erhebliche Schäden an den Sanitäranlagen, die einen Gesamtschaden von 50.000 Euro verursachten. Die Verantwortlichen von Alemannia Aachen waren nach dem Spiel mit einem Bild der Verwüstung konfrontiert.
Erste Maßnahmen zur Schadensvermeidung
Um ähnliche Vorfälle beim bevorstehenden Rückspiel zu vermeiden, hat Alemannia-Geschäftsführer Dirk Kall angekündigt, dass erstmals szenekundige Ordner der gegnerischen Mannschaft die Sanitäranlagen sichern werden. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, dass die Schäden, die durch die Hooligans verursacht werden, nicht wieder in solch einem Ausmaß auftreten. Zudem wurden bereits vor dem letzten Heimspiel gegen den MSV Duisburg die Toilettendecken mit Metallgittern abgehängt, um ein Herunterschlagen zu verhindern.
Kosten bleiben an Alemannia hängen
Trotz der getroffenen Vorkehrungen bleibt Alemannia Aachen auf den Kosten für die Reparaturen sitzen. Kall äußert seine Enttäuschung über die mangelnde Unterstützung der anderen Vereine und des DFB, wenn es um die Begleichung von Schäden durch Vandalismus geht. „Mit vielen Vereinen kann man eine Linie finden, um sich gemeinsam mit den Pyrostrafen zu beschäftigen, doch wenn es um Vandalismusschäden geht, gibt es wenig Konsens“, so Kall.
Zukunftsperspektiven und Verantwortlichkeiten
Die Thematik wird bei der nächsten Managertagung erneut erörtert. Geschäftsführer Kall sieht in erster Linie die Vereine selbst in der Pflicht, Lösungen für diese Probleme zu finden. Ob eine Einigung unter den Klubs möglich ist, bleibt jedoch fraglich. Die Sicherheit der Besucher und der Schutz der Stadioninfrastruktur müssen jedoch oberste Priorität haben, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.
