Der SSV Ulm hat mit einem dramatischen Last-Minute-Sieg gegen den TSV Havelse einen wichtigen Schritt im Abstiegskampf gemacht. Der 1:0-Erfolg verkürzt den Rückstand zum rettenden Ufer auf sechs Punkte und hält die Resthoffnung auf den Klassenerhalt am Leben. Trainer Pavel Dotchev zeigt sich erleichtert, weiß aber, dass weitere Siege dringend nötig sind.
Ein unerwarteter Held
In einem Spiel, das bereits verloren schien, sorgte Lukas Mazagg in der Nachspielzeit für den entscheidenden Treffer. Der Spieler, der erst in der 90. Minute eingewechselt wurde, traf nach einer starken Vorarbeit von Niklas Kölle. "Es ist super gelaufen, und man hat gesehen, dass mit dem Tor eine richtige Last abgefallen ist", sagte Mazagg nach dem Spiel. Dotchev kommentierte die überraschende Wende mit einer Prise Selbstironie: "Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn."
Ein Sieg, der Mut macht
Der SSV Ulm war in den letzten Wochen alles andere als für Last-Minute-Siege bekannt. "Normalerweise ist es so, dass wir in den letzten Minuten zusammenbrechen", gab Dotchev zu. Der Sieg gibt der Mannschaft jedoch neue Hoffnung. "Wir sind noch am Leben", betonte Mazagg. Die kommenden Partien gegen 1860 München und den 1. FC Köln werden entscheidend sein, um den Klassenerhalt zu sichern.
Die Herausforderung bleibt groß
Obwohl der Sieg über Havelse ein Lichtblick ist, warnt Dotchev vor der Herkulesaufgabe, die noch vor dem SSV liegt. "Wir müssen unsere Spiele gewinnen, dann haben wir gute Chancen", erklärte Mazagg. Angesichts der weiterhin schlechten Tordifferenz wird Ulm vermutlich alle verbleibenden Spiele gewinnen müssen, um die Klasse zu halten. "Wir haben nochmals eine Chance", so Dennis Chessa optimistisch.