Abstieg in die Regionalliga steht bevor
Der SSV Ulm steht am Samstag vor einer entscheidenden Partie, die den Abstieg in die Regionalliga besiegeln könnte. Nach nur drei Jahren in der dritten Liga haben die Planungen für die Rückkehr in die Viertklassigkeit bereits begonnen. Der Verein setzt auf einen konsequenten Neuaufbau, der auch personelle Veränderungen mit sich bringen wird.
Trainerwechsel zum Saisonende
Eine der ersten Entscheidungen betrifft Trainer Pavel Dotchev, der ab Sommer nicht mehr an der Seitenlinie stehen wird. Vorstandsvorsitzender Dominik Schwärzel würdigte zwar die hervorragende Arbeit des 60-Jährigen, betonte jedoch die Notwendigkeit eines Neuanfangs. Die Entscheidung sei unabhängig vom bisherigen Punkteschnitt gefallen. Wer Dotchev nachfolgen wird, ist noch offen, jedoch wird Daniel Jungwirth, derzeit Trainer der U17 von Stuttgart, als möglicher Kandidat gehandelt.
Ein ganzheitliches Spielsystem für alle Altersklassen
Mit dem Ziel, ein ganzheitliches Spielsystem zu etablieren, wird unter dem neuen Sportdirektor Murat Isik bereits ab sofort an der Umsetzung gearbeitet. Isik, der zum 18. Mai offiziell beginnt, möchte eine DNA entwickeln, die sich durch alle Mannschaften des Vereins zieht. "Wir wollen mutigen, offensiven und intensiven Fußball spielen," erklärte Schwärzel und betonte die Wichtigkeit eines Wiedererkennungswerts.
Regionalität und Jugendentwicklung im Fokus
Bei der Kaderplanung wird ein verstärkter Blick auf die Region gelegt. Der zukünftige Kader soll zu 60 bis 70 Prozent aus Spielern bestehen, die aus einem Umkreis von maximal 100 Kilometern stammen. Isik hebt die Bedeutung der eigenen Jugend hervor und kündigte an, hochtalentierte U19-Spieler stärker einzubinden. Vorstand Robert Holzer sprach von einem "Ulmer Weg", der künftig beschritten werden soll.
Wiederaufstieg nicht im ersten Jahr?
Ob der SSV Ulm direkt im ersten Jahr nach dem Abstieg wieder in die 3. Liga zurückkehren kann, bleibt fraglich. Holzer äußerte den Wunsch nach einem schnellen Wiederaufstieg, stellte jedoch klar, dass dies "vermutlich nicht im ersten Jahr" gelingen wird. Geduld sei gefragt, und die Fans wurden gebeten, dem neuen Sportdirektor die Chance zu geben, sich zu beweisen.
