Ereignisse im Ludwigspark
Am Samstagabend kam es im Ludwigspark zu einem dramatischen Vorfall, der die Partie zwischen dem 1. FC Saarbrücken und Hansa Rostock überschattete. In der 80. Minute, mit einem spannenden Zwischenstand von 3:4, wurde die Stimmung unter den 15.300 Zuschauern abrupt gestört. Aus dem Gästeblock wurde eine Leuchtspurrakete auf die Saarbrücker Herbert-Binkert-Tribüne geschossen, wo sich viele Familien mit Kindern aufhielten. Dies führte zu hitzigen Provokationen zwischen den Fanlagern.
Sturz eines Hansa-Anhängers
Nach den Auseinandersetzungen kletterte ein Hansa-Fan über den Zaun und stürzte dabei rund zwölf Meter in die Tiefe. Sofort wurde der Verletzte medizinisch versorgt, während andere Hansa-Anhänger die Szene mit Bannern abdeckten. Der Fan musste im Krankenhaus notoperiert werden. Entgegen den Gerüchten über einen möglichen Tod des Fans stellte die Polizei klar, dass diese Informationen nicht zutreffend sind.
Gerüchte und offizielle Stellungnahme
Bereits am Samstagabend verbreiteten sich in den sozialen Medien Meldungen über den Zustand des Fans. Hansa Rostock reagierte am Sonntagmorgen mit einem offiziellen Statement, in dem der Verein eindringlich darum bat, keine unbestätigten Gerüchte zu verbreiten. Dennoch wurde der kritische Zustand des Anhängers bestätigt, was die Situation weiter dramatisierte.
Aussage des FCS-Spielers
Der Vorfall blieb auch den Spielern nicht verborgen. Philip Fahrner, Rechtsverteidiger des 1. FC Saarbrücken, beobachtete den Sturz aus nächster Nähe. Er schilderte: „Ich habe genau da hingeschaut, als er heruntergeflogen ist. Der ist hochgeklettert, und dann hat ihn jemand herunter geschubst.“ Diese Aussage könnte im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen eine wichtige Rolle spielen. Tobias Abel, Vorstandssprecher des FCS, betonte den engen Austausch mit Hansa Rostock und die Ernsthaftigkeit der Situation.
