Zukunft der Regionalligen: Vereine entscheiden über Reformen

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Micha Journalist
Zukunft der Regionalligen: Vereine entscheiden über Reformen

Ein neuer Weg für die Regionalligen

Die Debatte um die Reform der Regionalligen in Deutschland nimmt an Fahrt auf. Erstmals haben die Vereine die Möglichkeit, aktiv über mögliche Veränderungen des Aufstiegsmodus mitzubestimmen. Dies könnte einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung der unteren Ligen darstellen und die Wettbewerbsbedingungen grundlegend verändern.

Drei Varianten zur Wahl

Wie der "MDR" berichtet, sind für den 29. Juni Umfragen in allen fünf Regionalverbänden geplant. Dabei werden die Dritt- bis Fünftligisten befragt, ob das derzeitige Aufstiegsmodell – bestehend aus direkten Aufstiegsplätzen für die Meister der Staffeln West und Südwest sowie einem wechselnden Aufstiegsplatz für die Staffeln Nord, Nordost und Bayern – beibehalten werden soll. Alternativ können die Klubs auch für eines der zwei neuen Modelle stimmen: das Kompassmodell oder das Regionenmodell.

Das Kompass- und das Regionenmodell im Detail

Das Kompassmodell sieht vor, dass die vier Staffeln – Nord, West, Süd und Ost – in jeder Saison neu zusammengestellt werden. Dies geschieht hauptsächlich unter Berücksichtigung geografischer Entfernungen, um die Reisewege für die Teams möglichst kurz zu halten. Im Gegensatz dazu plant das Regionenmodell, die bestehenden Regionalligen Nord, Nordost und Bayern in zwei neue Staffeln aufzuteilen, während die Staffeln West und Südwest unverändert bleiben. Beide Modelle würden dazu führen, dass künftig vier Regionalligen mit jeweils 20 Mannschaften existieren, wodurch alle Meister direkt in die 3. Liga aufsteigen könnten.

Ein Ausblick auf die Umsetzung

Die Ergebnisse der Vereinsbefragung sollen bereits am 30. Juni veröffentlicht werden. Obwohl das Votum rechtlich nicht bindend ist, wird erwartet, dass die Regionalverbände den Wünschen ihrer Vereine folgen. NOFV-Präsident Hermann Winkler äußert im "MDR", dass eine klare Mehrheit für das Kompassmodell wahrscheinlich sei. Sollte sich eine Mehrheit für eine Reform aussprechen, käme die Spielzeit 2027/28 als Übergangssaison in Betracht, bevor die neue Ligastruktur mit der Saison 2028/29 in Kraft treten würde. Die Entscheidung könnte somit weitreichende Konsequenzen für die Zukunft des deutschen Fußballs haben.