Altersarmut in Nordrhein-Westfalen nimmt zu: Über 200.000 Menschen auf staatliche Hilfe angewiesen
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Altersarmut in Nordrhein-Westfalen nimmt zu: Über 200.000 Menschen auf staatliche Hilfe angewiesen

Mark Journalist
Altersarmut in Nordrhein-Westfalen nimmt zu: Über 200.000 Menschen auf staatliche Hilfe angewiesen
Quelle: bild.de

In Nordrhein-Westfalen ist die Situation für viele Senioren zunehmend besorgniserregend. Aktuellen Statistiken zufolge sind mehr als 200.000 Menschen im Rentenalter auf Grundsicherung angewiesen. Diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent gestiegen, während der Anstieg im Jahr zuvor noch bei 6 Prozent lag. Besonders Frauen sind von diesem Trend betroffen, sie machen 58 Prozent der Empfänger aus.

Ein besorgniserregender Trend

Die kontinuierliche Zunahme der Grundsicherungsempfänger in Nordrhein-Westfalen zeigt einen alarmierenden Trend, der seit 2020 zu beobachten ist. Damals lag die Zahl der Berechtigten noch bei etwa 155.000. Die Gründe sind vielfältig und betreffen vor allem die steigende Zahl der Rentner sowie den wachsenden Anteil an Senioren, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Ein besonders auffälliger Aspekt ist, dass Menschen ohne deutschen Pass überproportional häufig auf Grundsicherung angewiesen sind. Dies wird unter anderem auf den Anstieg der ukrainischen Bevölkerung zurückgeführt. Aktuell beziehen fast 24.000 Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit Grundsicherung, was einem Anstieg von knapp 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch hier ist der Zuwachs jedoch geringer als in den Jahren zuvor, als die Steigerung noch 14,5 Prozent betrug.

Rückgang bei Erwerbsminderungsleistungen

Im Gegensatz zu den Zahlen der Grundsicherung im Alter zeigt sich bei der Grundsicherung aufgrund von Erwerbsminderung ein leichter Rückgang. Ende des Jahres lag die Zahl der Empfänger bei 124.345, was einem Rückgang von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung ist bereits in den vergangenen Jahren zu beobachten gewesen und könnte auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sein, die die Erwerbsfähigkeit der Menschen betreffen. Insgesamt beziehen in Nordrhein-Westfalen zum Jahresende mehr als 326.000 Menschen eine der beiden Grundsicherungsleistungen. Der Anstieg in diesem Bereich war mit 1,6 Prozent geringer als im Jahr zuvor, als es noch einen Zuwachs von 3,7 Prozent gab. Die Grundsicherung ist eine wichtige Unterstützung für Menschen, die von ihrem Einkommen und Vermögen nicht leben können, sei es aufgrund von dauerhafter Erwerbsminderung oder weil sie das Rentenalter erreicht haben.

Fazit

Die steigende Zahl der Senioren, die auf staatliche Hilfe angewiesen sind, wirft Fragen zur sozialen Absicherung und Altersvorsorge auf. In einer Gesellschaft, die immer älter wird, ist es entscheidend, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Lebensqualität der älteren Generation zu sichern und Altersarmut entgegenzuwirken. Die Politik steht in der Verantwortung, Lösungen zu finden, die den Bedürfnissen der wachsenden Zahl von Rentnern gerecht werden.