Chaos am Mount Everest: Riesiger Eisblock blockiert Kletterroute
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Chaos am Mount Everest: Riesiger Eisblock blockiert Kletterroute

Dirk Journalist
Chaos am Mount Everest: Riesiger Eisblock blockiert Kletterroute
Quelle: bild.de

Kathmandu – Aktuell sorgt ein massiver Eisblock am Khumbu-Eisfall für erhebliche Schwierigkeiten bei den Vorbereitungen zur Klettersaison am Mount Everest. Der Eisfall, der sich auf einer Höhe von 8000 Metern befindet, ist der höchste Gletscher der Welt und hat sich in den letzten Tagen zu einer ernsthaften Gefahr für hunderte Bergsteiger entwickelt, die sich auf den Weg zum höchsten Punkt der Erde machen wollen.

Instabilität des Eisblocks stellt ein Risiko dar

Der Eisblock, der teils die Dimensionen von zehnstöckigen Gebäuden erreicht, hat sich aufgrund instabiler Wetterbedingungen und der sich verändernden Gletscherlandschaft gebildet. Experten und Behördenvertreter warnen eindringlich davor, dass die überhängenden Eismassen jederzeit abbrechen können. Himal Gautam, ein Sprecher der örtlichen Behörden, betont die risikobehaftete Situation für die Bergsteiger: „Die Sicherheit der Expeditionen hat oberste Priorität, und wir müssen sicherstellen, dass die Bedingungen für den Aufstieg sicher sind.“

Zentrale Route zum Everest-Gipfel blockiert

Die zentrale Kletterroute vom Basislager bis zum Lager 2 ist momentan unpassierbar. Normalerweise sind die sogenannten Icefall Doctors, die als Eliteeinheit der Sherpas gelten, dafür zuständig, diesen Abschnitt rechtzeitig zu sichern. Sie installieren Fixseile und bringen Aluminiumleitern an, um die Kletterer über Gletscherspalten zu helfen. In diesem Jahr ist diese wichtige Vorbereitung jedoch nicht möglich, weshalb Experten nun nach einer alternativen Route suchen. Die Zeit drängt, da die Bergsteiger auf eine Lösung hoffen, um nicht in einen gefährlichen Stau auf dem Berg zu geraten.

Erinnerung an vergangene Tragödien und steigende Klettergebühren

Die gegenwärtige Situation erinnert viele an das tragische Unglück von 2014, als ein abbrechender Teil des Khumbu-Gletschers eine Eislawine auslöste und 16 Bergführer ums Leben kamen. Die Behörden warnen erneut vor der hohen Lawinengefahr in der Region. Trotz der Risiken bleibt die Anziehungskraft des Everest ungebrochen. Bislang haben bereits 410 ausländische Bergsteiger eine Genehmigung für die Frühjahrssaison beantragt, unterstützt von ebenso vielen einheimischen Guides. Obwohl die Besteigungskosten auf 15.000 US-Dollar gestiegen sind, wird mit einem ähnlichen Andrang wie in den Vorjahren gerechnet. Die Entscheidung über den Aufstieg am Everest liegt momentan jedoch nicht in den Händen der Bergsteiger, sondern beim Eis selbst.