Meran (Italien) – Der „Hoachwool“ in Südtirol ist als einer der schönsten, aber auch herausforderndsten Klettersteige Italiens bekannt. Eine Thüringer Familie, die kürzlich dort Urlaub machte, unterschätzte die Gefahren und musste von der Bergrettung aus einer gefährlichen Situation gerettet werden.
Unerwartete Herausforderungen
Die Familie aus Erfurt begann ihre Klettertour entlang des historischen Wasserleitungssystems im Schnalstal am Karfreitag. Die Eltern und ihr Sohn waren sich der Schwierigkeiten der Route nicht bewusst und unterschätzten die körperlichen Anforderungen. Nach einer gewissen Zeit erlebten die Mutter und das Kind Erschöpfung und konnten nicht weiter. Der Vater, der zunächst weiterklettern wollte, entschloss sich, Hilfe zu rufen, nachdem die Situation prekär wurde. Um 18 Uhr ging der Notruf bei der Bergrettung ein.
Einsatz der Bergretter
Fünf Bergretter machten sich sofort auf den Weg zur Familie. Währenddessen war der Vater, in dem Glauben, dass das Ende des Klettersteigs in Sicht sei, weitergeklettert. Dies stellte sich als fatal heraus, denn er blieb schließlich selbst stecken und konnte nicht mehr alleine zurück. Die Bergretter erreichten die Familie an einer Raststation und mussten dann den Vater in einer zusätzlichen Rettungsaktion sichern und zurückbegleiten. Glücklicherweise gelang es ihnen, alle Familienmitglieder unversehrt aus der Gefahrenzone zu bringen.
Wichtige Lektionen für Bergsteiger
Der gesamte Rettungseinsatz dauerte mehrere Stunden, bis die Familie schließlich gegen 21.30 Uhr wieder sicher im Tal vereint war. Obwohl sie in der kritischen Situation richtig reagiert hatten, indem sie Hilfe anforderten, betonen die Bergretter die Bedeutung einer gründlichen Vorbereitung. Dazu gehört, sich über die Länge und die Herausforderungen der geplanten Tour zu informieren. Diese Erfahrung wird sicherlich dazu führen, dass die Thüringer Familie bei ihrem nächsten Ausflug in die Berge vorsichtiger plant und möglicherweise weniger anspruchsvolle Routen wählt.