London – Feuer an Bord eines Flugzeugs stellt die größte Gefahr für Passagiere und Crew dar. Kürzlich erlebten rund 180 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder dieses Horrorszenario auf ihrem Flug von London nach Porto, als eine E-Zigarette im Handgepäck eines Reisenden Feuer fing.
Der Vorfall
Der Flug TP1329, ein Airbus A320 von TAP Air Portugal, startete mit einer leichten Verspätung in London-Gatwick. Nach nur wenigen Minuten in der Luft, in etwa 1,22 Kilometern Höhe, bemerkten die Passagiere einen beißenden Brandgeruch und sahen Rauch aufsteigen. Panik breitete sich aus, als einige Fluggäste in den Gang drängten und diesen zeitweise blockierten. Die Crew erkannte umgehend die Ernsthaftigkeit der Situation und begann, die Quelle des Rauchs zu lokalisieren. Die Flugbegleiter fanden das brennende Gepäckstück und setzten einen Feuerlöscher ein, um die Flammen schnell zu ersticken. Dies verhinderte, dass sich das Feuer weiter ausbreiten konnte und die Situation noch dramatischer wurde.
Schnelle Reaktion der Piloten
Im Cockpit wurde sofort eine Entscheidung getroffen: Die Piloten erklärten einen Notfall und hielten Kurs auf den Flughafen Gatwick zurück. Nach nur 13 bis 14 Minuten nach dem Start landete das Flugzeug sicher zurück in London. Dort warteten bereits Rettungskräfte, um im Falle weiterer Komplikationen sofort eingreifen zu können. Glücklicherweise blieb der Vorfall ohne Verletzte, und alle Passagiere und Crewmitglieder konnten sicher in den Terminal zurückkehren.
Sicherheitsvorkehrungen im Flugverkehr
Dieser Vorfall, der bereits vor einiger Zeit stattfand, wurde erst jetzt im Quartalsbericht des portugiesischen Amtes für die Verhütung und Untersuchung von Flug- und Eisenbahnunfällen bekannt. Er wirft ein ernsthaftes Licht auf die Risiken, die mit Lithium-Ionen-Akkus verbunden sind, die in E-Zigaretten und anderen Geräten verwendet werden. Diese Batterien können sich überhitzen und im schlimmsten Fall Feuer fangen oder explodieren. Um die Sicherheit zu erhöhen, gibt es strenge Vorschriften, die besagen, dass solche Geräte im Handgepäck transportiert werden müssen und nicht im aufgegebenen Gepäck. Einige Airlines verlangen sogar, dass sie während des Fluges in unmittelbarem Zugriff der Passagiere bleiben. Die rasche Reaktion der Crew und der Piloten in London zeigt, wie wichtig es ist, auf solche potenziellen Gefahren vorbereitet zu sein.