Ein dreistes Betrüger-Trio hat kürzlich in Lübeck eine 86-jährige Rentnerin um Goldmünzen im Wert von rund 30.000 Euro gebracht. Die Täter gaben sich als Polizisten aus und nutzten eine perfide Masche, um das Vertrauen der Seniorin zu gewinnen.
Die betrügerische Vorgehensweise
Die Männer, zwei davon 23 und 29 Jahre alt und aus Bocholt in Nordrhein-Westfalen, informierten die Seniorin angeblich über eine aktive Diebesbande in ihrer Nähe. Sie behaupteten, dass ihre Wertsachen bei der Bank nicht sicher seien. Unter dem Vorwand, Schutz bieten zu wollen, überzeugten sie die Rentnerin, ihre Goldmünzen von der Bank nach Hause zu holen. Dort angekommen, legte sie die Münzen, wie von den Tätern angewiesen, in einen Kochtopf zur Abholung.
Rasche Festnahme durch die Polizei
Obwohl das Trio mit ihren betrügerischen Absichten auf dem Weg nach Hamburg war, konnte die Polizei sie nach einer mehrtägigen Observation festnehmen. Die Einsatzkräfte stoppten das Fahrzeug der Männer und nahmen sie in Gewahrsam. Das Amtsgericht Lübeck hat mittlerweile Haftbefehle gegen die Verdächtigen erlassen.
Ermittlungen zu weiteren Betrugsfällen
Die Polizei und das Landeskriminalamt (LKA) prüfen nun, ob die drei Männer möglicherweise auch in andere Betrugsfälle verwickelt sind. Angesichts der Dreistigkeit ihres Vorgehens wird die Bevölkerung erneut aufgerufen, wachsam zu sein und verdächtige Anrufe oder Besuche sofort zu melden. Die Masche der falschen Polizisten ist nicht neu, doch die Ausführung in diesem Fall zeigt, wie skrupellos Betrüger agieren können.