Der Freizeitpark „Rivoli“ in Rotterdam, der lange Zeit im Schatten seiner ehrgeizigen Pläne stand, hat nun einen neuen Eigentümer gefunden. Nachdem das Projekt des Unternehmers Hennie van der Most, bekannt als der „König der Freizeitparks“, aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nicht vollendet werden konnte, wurde der Park kürzlich zwangsversteigert. Für nur 6,5 Millionen Euro wechselte das Areal den Besitzer.
Ein fast fertiger Freizeitpark
Auf dem 25.000 Quadratmeter großen Gelände sind beeindruckende Attraktionen wie ein großes Riesenrad, eine Achterbahn, ein Spukhaus und eine Kletterhalle bereits fertiggestellt. Van der Most, der auch in Deutschland mit Freizeitparks aktiv ist, konnte die letzten Schritte zur Eröffnung nicht abschließen, da ihm zuletzt sieben Millionen Euro fehlten. Das Projekt, das mit 50 Millionen Euro veranschlagt war, scheiterte an verschiedenen Hürden, wie Verzögerungen bei den Genehmigungen und finanziellen Engpässen, die durch die Corona-Pandemie verstärkt wurden.
Ein neuer Hoffnungsträger
Der neue Besitzer, Wim Beelen, ein erfolgreicher Abfallunternehmer, hat sich das Ziel gesetzt, den Freizeitpark „Rivoli“ noch in diesem Jahr zu eröffnen. Sein Manager, Han Groot Obbink, bestätigte die Pläne des neuen Eigentümers und die Traurigkeit von van der Most über das gescheiterte Projekt. „Herr van der Most ist sehr, sehr traurig. Aber nun ist dieses Kapitel beendet“, sagte Obbink. Die Hoffnung auf eine baldige Eröffnung könnte jedoch auf Schwierigkeiten stoßen, da die Kommunalpolitiker in Rotterdam erwägen, die Genehmigung für den Freizeitpark, die nur noch fünf Jahre gültig ist, nicht zu verlängern. Stattdessen setzen sie auf Wohnungsbau in der Region.
Herausforderungen für die Zukunft
Während Beelen plant, den Freizeitpark schnellstmöglich in Betrieb zu nehmen, wird er vor der Herausforderung stehen, die politischen Entscheidungsträger von der Attraktivität des Projekts zu überzeugen. Sollte es ihm gelingen, die Genehmigung zu sichern, könnten die Besucher schon bald in den Genuss der zahlreichen Attraktionen kommen, die nur darauf warten, genutzt zu werden. Das Gelände des Freizeitparks ist derzeit weitgehend verwaist, mit nur wenigen Handwerkern, die die Anlagen instand halten. Die Restaurants und Attraktionen, die darauf warten, von Besuchern in Anspruch genommen zu werden, stehen bereit, aber die Frage bleibt, ob der neue Eigentümer die nötigen Schritte unternehmen kann, um die Pläne für den „Rivoli“-Freizeitpark in die Realität umzusetzen.
