Orlando (USA) – Die Freude über die Geburt ihrer Tochter war für Tiffany Score und Steven Mills unermesslich, doch ihre Glücksmomente wurden schnell von einer turbulenten Suche nach der Wahrheit überschattet. Nach einer künstlichen Befruchtung stellte sich heraus, dass das Paar nicht die biologischen Eltern des Kindes sind. Nun haben sie die Identität der leiblichen Eltern ermittelt, während die Fragen und Unsicherheiten um das Schicksal ihrer Tochter weiter bestehen.
Die Suche nach den leiblichen Eltern
In einer offiziellen Erklärung über ihren Anwalt berichteten Score und Mills, dass die Testergebnisse nun die genetischen Eltern ihrer Tochter identifiziert haben. Die Namen der leiblichen Eltern möchten sie jedoch anonym halten, was ihre eigene, herzzerreißende Reise umso komplizierter macht. „Diese Neuigkeit schließt ein Kapitel ab, wirft jedoch neue Fragen auf, die geklärt werden müssen“, so die Eltern. Die drängendste Frage, die das Paar beschäftigt, ist, ob die leiblichen Eltern möglicherweise Ansprüche auf das Kind erheben werden. Tiffany Score und Steven Mills betonen, dass sie ihre Tochter über alles lieben und sich gleichzeitig moralisch verpflichtet fühlen, die genetischen Eltern zu finden. „Nur eines ist heute genauso sicher wie am Tag der Geburt unserer Tochter – wir werden dieses Kind lieben und für immer seine Eltern sein“, erklärten sie.
Rechtsstreit mit der Kinderwunschklinik
Die Geschichte nahm ihren Anfang im Jahr 2020, als Score und Mills drei lebensfähige Embryonen in der Kinderwunschklinik IVF Life in Orlando einfrieren ließen. Im April 2021 wurde ein Embryo in Scores Gebärmutter eingesetzt. Nach der Geburt im Dezember waren die Eltern überrascht, als sie bemerkten, dass ihr Baby anscheinend nicht das Erscheinungsbild eines kaukasischen Kindes hatte. Ein Gentest bestätigte ihre Befürchtungen und führte zu einer Klage gegen die Klinik und deren Leiter, Dr. Milton McNichol. Trotz mehrfacher Versuche, Antworten von der Klinik zu erhalten, blieben Score und Mills ohne Rückmeldung. Die Kinderwunschklinik gab kürzlich bekannt, dass sie zum 20. Mai schließen werde, während das Gerichtsverfahren weiterläuft. Unklar ist auch das Schicksal der eigenen Embryonen des Paares, was die Situation zusätzlich kompliziert.
Ein emotionales Dilemma
Die Unsicherheit, ob die leiblichen Eltern das Kind zurückfordern könnten, bleibt ein emotionales Dilemma für Score und Mills. Ihr Anwalt hat erklärt, dass die biologischen Eltern von Shea bisher keinen Antrag auf das Sorgerecht gestellt haben. Die beiden Eltern sind entschlossen, ihre Tochter zu beschützen und ihr ein stabiles Zuhause zu bieten, egal wie die rechtlichen Auseinandersetzungen ausgehen. Es ist eine herausfordernde Zeit für die Familie, während sie versuchen, Klarheit in einem so komplexen und emotionalen Fall zu finden.
