Das Segelschulschiff „Gorch Fock“ hat kürzlich in Kiel zu einer historischen Fahrt über den Atlantik aufgebrochen. Diese Reise markiert das erste Mal seit Jahren, dass die Bark wieder die Weiten des Ozeans überquert. An Bord befinden sich rund 160 Menschen, die für die Dauer von 165 Tagen leben, lernen und segeln werden.
Erste Stationen und große Ereignisse
Die Reise führt die „Gorch Fock“ zunächst nach Bayonne in Frankreich und dann weiter nach Las Palmas auf Gran Canaria. Von dort aus wird das Schiff die Atlantiküberquerung in Angriff nehmen, mit Zielen wie Bermuda, Norfolk, Baltimore und New York. Ein besonderes Highlight ist der Aufenthalt in New York am 4. Juli, dem Nationalfeiertag der USA, wo die „Gorch Fock“ Teil einer beeindruckenden Flottenparade sein wird. Mehr als 100 Großsegler werden erwartet, und mehrere Millionen Zuschauer werden das Spektakel verfolgen.
Junge Soldaten und Segelausbildung
Mit an Bord sind auch 21 Teilnehmer des neuen „Work & Travel“-Programms der Bundeswehr. Diese jungen Männer und Frauen, die sich freiwillig zur Bundeswehr gemeldet haben, dürfen die Reise antreten. Die Freude und Aufregung sind groß; insbesondere die beiden Obergefreiten Tia und Max äußern ihre Begeisterung über die bevorstehenden Abenteuer. Während Tia sich darauf freut, in die Wanten zu klettern, sieht Max die Atlantiküberquerung als einmalige Gelegenheit. Zukünftig sollen in weiteren Reiseabschnitten 50 weitere junge Soldaten dazukommen.
Volle Hängematten und anspruchsvolle Reise
In Las Palmas werden die ersten Kadetten für ihre Segelausbildung an Bord kommen, was die Platzverhältnisse stark reduzieren wird. Kommandant Elmar Bornkessel rechnet mit einer vollen Auslastung, bei der jede Hängematte belegt sein wird. Trotz der Herausforderungen zeigt er sich optimistisch: Die Bedingungen seien günstig, und die Crew sei gut vorbereitet auf die bevorstehenden Abenteuer. Zusätzlich zur Ausbildung verfolgt die „Gorch Fock“ die Mission, als Botschafter Deutschlands zu agieren und verschiedene Empfänge während der Reise abzuhalten. Die gesamte Expedition verspricht nicht nur eine bedeutende Erfahrung für die Teilnehmenden, sondern auch ein eindrucksvolles Zeichen der internationalen Verbundenheit auf den Weltmeeren.